Hallo Becki Was hat es mit deinem Einwand auf sich, was ist der Unterschied. Bei Google ist der Pantograph als Zeichengerät zu finden, Im Modellbahnbereich wird oft der Einarmige Stromabnehmer damit bezeichnet aber du kennst sicher das Geheimnis, denn es ist für dich ein interessantes Thema.
Jürgen
Trix express, wenn es mal wieder schnell gehen soll :-))
Für mich ist das gleichwertig. Pantograph ist für mich der altmodische Name und Stromabnehmer der neue. Pantograph würde ich auch noch mit den Stangenstromabnehmern verbinden. Stromabnehmer können auch die an einer Gleichstrom U- oder S-Bahn sein.
Pantograph ist eine Bezeichnung für eine Bauart Einholmstromabnehmer Der Name leitet sich her von der Art und Weise wie die Palette (das ist der eigentliche "Stromabnehmer") in der Waagerechten gehalten wird. Der Mechanismus entspricht dem Prinzip eines Pantographen Vorher wurden bei der Eisenbahn hauptsächlich Scherenstromabnehmer benutzt.
in meiner gedruckten Ausgabe des Duden, die ich mir zur Einführung der neuen Rechtschreibung besorgt habe, bezeichnet der Begriff "Pantograf/Pantograph" ein Zeichengerät zum Übertragen von Zeichnungen im gleichen oder in einem anderen Maßstab. Eine andere Verwendung des Wortes wird nicht angegeben.
Aktuell und online listet der Duden zusätzlich aus der Elektrotechnik Pantograf als Synonym für "Scherenstromabnehmer".
Bis in die 90er Jahre war dieser Begriff in Deutschland so gut wie unbekannt und kam erst mit der zunehmenden Nutzung von Anglizismen auf. Im Englischen, Französische und Italienischen bezeichnet das Wort "Pantograph/Pantographe/Pantografo" in der Eisenbahntechnik jegliche Art von zusammenfaltbaren Stromabnehmern mit einem, zwei oder vier Beinen. Die deutsche Sprache bietet hier viele Möglichkeiten, einen Stromabnehmer mit einem Suffix näher zu bezeichnen: Stangenstromabnehmer, Lyrastromabnehmer, Einholmstromabnehmer, Scherenstromabnehmer, usw. Als Jugendlicher in den 80ern in Bayern sagten wir "Bügel". Pantograph kam mir das erste Mal unter mit der Lektüre des Model Railroader Magazins bzw. des Walther's Catalogs.
Hallo zusammen, ich merke schon, das wird eine interessante Diskussion wie in den Beiträgen schon erkennbar. Und wahrscheinlich werden wir auch nicht den Stein der Weisen finden. Mir geht es darum, ein wenig die fachlichen Hintergründe und Notwendigkeiten zu betrachten und verschiedene Fachausdrücke mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Stromabnehmer findet man schon sehr umfangreiche Beschreibungen, und ja, die Wortwahl unterliegt immer einem gewissen Zeitgeist welcher sich leider immer schneller ändert bzw. anpasst siehe "Aktuell und online listet der Duden zusätzlich aus der Elektrotechnik Pantograf als Synonym für "Scherenstromabnehmer". Dieses rührt vom ähnlichen Aussehen der beiden Geräte, Pantograph und Scherenstromabnehmer, her. In https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Stromabnehmer_ICE_3.jpg wird recht detailliert der Aufbau eines Einholmstromabnehmers beschrieben. Der Punkt um den es geht ist der Hebeantrieb, welcher in Fachkreisen auch als Pantograph-Modul oder Stromabnehmersteuerung bezeichnet wurde oder wird. Dazu habe ich noch ein schematisches Bild, welches ich demnächst hochlade. Weitere Erklärungen folgen.
Hallo zusammen, Eigentlich handelt es sich hier um ein komplexes System, welches die Energie aus Fahrdraht oder Schiene zum Trafo oder Fahrmotorensteller überträgt.
Als Modellbahner machen wir uns beim "auf- und ab- bügeln" eher wenig Gedanken über technische Abläufe im Hintergrund, unser Stromabnehmer wird durch eine kleine Feder oben gehalten, mit allen negativen Fahreigenschaften. Doch bei Strömen um die 500A darf der Stromabnehmer auch im Havariefall nicht einfach abgebügelt, also sprich, unter Last getrennt werden. Das Stromabnehmer-Magnetventil wird meist als Steuerdruckventil für Stromabnehmeranpressdruck ausgeführt und firmenspezifisch als Pantograph-Modul bezeichnet. Zusammen mit dem Hauptschalter wird alles vom Line-Interference-Monitor (LIM) überwacht und in der Weise gesteuert, daß der Stromabnehmer niemals unter Last auf- oder abgebügelt wird, besonders bei Havarien. Die Druckluftbereitstellung erfolgt über einen Hilfsluftpresser, welcher aus der Fahrzeugbatterie gespeist wird und nicht über den Hauptluftpresser welcher aus dem Fahrdraht gespeist wird. Der LIM ermöglicht auch netzsynchrones Zuschalten des Hauptschalters. Ältere Stromabnehmersysteme mussten im Störfall manuell von der Stromzufuhr getrennt werden, z.B. Straßenbahn. Bei den heutigen Systemen ist das nicht mehr der Fall, ein echter Sicherheitsgewinn.
Zitat von becki im Beitrag #6 Doch bei Strömen um die 500A darf der Stromabnehmer auch im Havariefall nicht einfach abgebügelt, also sprich, unter Last getrennt werden.
Kommt aber vor.
Zitat von becki im Beitrag #6 vom Line-Interference-Monitor (LIM) überwacht
Kenn ich nicht, redest Du von bestimmten Fahrzeugen, die sowas haben?
Zitat von becki im Beitrag #6 Die Druckluftbereitstellung erfolgt über einen Hilfsluftpresser, welcher aus der Fahrzeugbatterie gespeist wird und nicht über den Hauptluftpresser welcher aus dem Fahrdraht gespeist wird.
Nee, die Luft zum Aufbügeln und einschalten des Hauptschalters kommt aus dem Sonderluftbehälter und nur wenn Der leer ist kommt die Luft vom Hilfsluftpresser. Sonst wird der Sonderluftbehälter über die Hauptluftbehälterleitung gefüllt und die hängt am Hauptluftpresser.
Zitat von DR105067 im Beitrag #7Nee, die Luft zum Aufbügeln und einschalten des Hauptschalters kommt aus dem Sonderluftbehälter und nur wenn Der leer ist kommt die Luft vom Hilfsluftpresser. Sonst wird der Sonderluftbehälter über die Hauptluftbehälterleitung gefüllt und die hängt am Hauptluftpresser.
Wenn du ein Fahrzeug zur Prüfung und Inbetriebnahme hast geht es nicht anders. Hier gelten andere Sicherheitsvorschriften als für das Bedienpersonal. Du darfst zu jeder Zeit auf- und abbügeln, sollst ja fahren, ich hingegen brauche dafür eine Schaltberechtigung. Es kommt immer auf den Blickwinkel an.
habe hier noch ein Schema bezüglich des LIM herausgekramt: Als Bestandteil des Stromrichters (SRG) wird hier der Hauptstromkreis überwacht. Dies ist in allen modernen Triebzügen der Fall. Bezeichnungen und Abkürzungen sind dabei sehr firmenspezifisch, grundsätzlich ist die Funktionalität ähnlich. Zu konkreten Typenbeschreibungen bin ich diesbezüglich nicht berechtigt, hoffe aber, die Problematik allgemeinverständlich rübergebracht zu haben. Ist halt echtes fachchinesisch.
PWR kann auch PulsWeitenReglung bedeuten und kommt als Motorregler eher in Betracht. Es geht doch immer um die Relation von Zugkraft und Geschwindigkeit. Im übrigen sind 4QR und PWR hardwaremäßig ein und dasselbe, werden nur anders gesteuert. Um damit auch die Rückspeisung zu ermöglichen kann das Stromrichtergerät auch rückwärts betrieben werden.
wie gesagt geht es um Wechselrichter die im herkömmlichen Sinn mit einer fest eingestellten Frequenz arbeiten. Das allein genügt aber bei der Steuerung von Elektrotriebfahrzeugen nicht. Darum konkretisiert der Begriff Pulsweitenregelung die Bandbreite/Funktion zum regelbaren Wechselrichter. Nur so lässt sich die Leistung optimal an die Betriebserfordernisse anpassen. Dies wird bei der MoBa schon seit langem genutzt für die digitale Motorsteuerung, die große Bahn hatte da lange Zeit das nachsehen.
..damit bist du allerdings meiner Zeit weit voraus. Diese Stangen gab es erst mit der Einführung der (schwereren, langsameren) Mod - Züge. Der gute alte Kt4D und auch der Gothawagen auf den ich damals in nur 6 Wochen Ausbildung die Fahrerlaubnis zum Führen einer Straßenbahn mit Personenbeförderung erlangte, hatten nur eine Leine (Kordel) zum Heben und Senken des Stromabnehmers. Die "Notfallstange" gab es dafür aber auf dem Betriebshof und wurde im Winter (bis man sich auf`s Vorheizen einigte) stets zum Vorbereiten eingesetzt, da sich die Leine gerne mal dermaßen vereist hatte, daß eine Eigenbewegung nicht mehr drin war...
--- --- Gruß, Thomas
Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen...
Zitat von becki im Beitrag #6 Doch bei Strömen um die 500A darf der Stromabnehmer auch im Havariefall nicht einfach abgebügelt, also sprich, unter Last getrennt werden.
Kommt aber vor.
Zitat von becki im Beitrag #6 vom Line-Interference-Monitor (LIM) überwacht
Kenn ich nicht, redest Du von bestimmten Fahrzeugen, die sowas haben?
Zitat von becki im Beitrag #6 Die Druckluftbereitstellung erfolgt über einen Hilfsluftpresser, welcher aus der Fahrzeugbatterie gespeist wird und nicht über den Hauptluftpresser welcher aus dem Fahrdraht gespeist wird.
Nee, die Luft zum Aufbügeln und einschalten des Hauptschalters kommt aus dem Sonderluftbehälter und nur wenn Der leer ist kommt die Luft vom Hilfsluftpresser. Sonst wird der Sonderluftbehälter über die Hauptluftbehälterleitung gefüllt und die hängt am Hauptluftpresser.
Aktuell ist die BR187 von Bombardier eine der Konstruktionen die einen LIM haben. Zumindest in der Form. In der 186 gibts sowas aber auch - genauso wie in beinah allen anderen Mehrsystem-Loks.
Wir sind Eisenbahner, eine große Familie! Es ist egal, welche Farbe die Fahrzeuge haben solang wir auch alle zusammenhalten!