lange Zeit haben Frank und ich nichts mehr im Thema geschrieben. Daher gilt unser Dank denjenigen, die immer wieder mal einen passenden Beitrag zum Vorbild gepostet haben und das Thema aus der Versenkung geholt haben.
Inzwischen hat sich aber etwas getan. Die Teilnehmer von Suhl können sich bestimmt noch erinnern, wie es beim Jahrestreffen aussah:
Zu recht wurde u.a. bemängelt, dass der Bahnhofsvorplatz und der markante Zaun nicht zu sehen war. Dies wurde in den letzten Tagen nachgeholt. Ein Problem hat uns bei den Arbeiten gestoppt. Es war die Frage, welche Pflasterplatten wir verlegen sollten. Plaste oder Gips? Nachdem die Zufahrt zunächst mit Gipsplatten von Spörle gebaut war, wo man doch recht gut die Stösse sehen konnte, habe ich mich entschlossen, es mal mit Plastikplatten von Auhagen zu probieren........und so lassen wir es (erstmal).
Hier sieht man auch die ersten Arbeiten am Bahnsteig des EG.
Die Rinnsteine wurden, als Kontrast, mit Plastikplatten von Kibri gebaut. Das ganze wurde mit grauem Spray grundiert und anschliessend mit Strassenfarbe dunkel von Faller gewalzt. Die Gehwege enstanden aus dem Gehwegset von Faller. Die Breite wurde dem Original angenähert, da dort wohl grössere Platten verbaut wurden. Allerdings stimmt die Anzahl der Gehwegplatten, die quer verlaufen: Sechs Stück an der Zahl. Ein kleines Problem war, wie man die Gehwege biegen kann. Hierzu habe ich die Platten bis auf die letzte Steinreihe eingeschnitten und leicht gebogen. Danach wurden die jetzt etwas grösseren Fugen mit dünnflüssigem Gips verfugt.
Der Nachbau der Strasse stellte ein sehr zeitintensives Vergnügen dar. Zunächst mussten, anhand der Originalplans, die Abstände zum Gleis, die Strassenbreite , der Verlauf der Biegung, die Einmündung zur Staatsstrasse und letztendlich das Verhältnis Bürgersteig am Gleis zu Bürgersteig rund ums EG bestimmt werden. Daneben musste noch die geeignete Höhe gefunden werden, damit der Bürgersteig plan mit dem Hausbahnsteig ist.....und dieser sollte nicht zu hoch werden. Achja, und die Böschung Bürgersteig zum Gleis musste auch berücksichtigt werden. Also habe ich wohl mehr Zeit mit der Planung als mit dem Bau benötigt.
Der Zaun entstand aus dem Holzzaun von Busch. Da im Original Betonpfosten verbaut waren, wurde der Zaun zunächst grundiert, dann mit einem Gemisch aus brauner und schwarzer Farbe bepinselt. Nachdem die Farbe getrocknet war, wurden die Pfosten mit der Strassenfarbe hell von Faller angemalt.
Der Zaun am Segmentübergang steht anders herum. Wie wir das Problem lösen, wie der segmentüberlappende Zaun fixiert wird, sind wir uns noch unschlüssig. Aber zwei Ideen dazu sind schon vorhanden. Ausprobiert wird das allerdings erst beim nächsten Basteltreffen.
Weiterhin wurde die Böschung zum Gleis zum Bürgersteig modelliert. Besonderheit hier ist, dass die ersten beiden Weichenlaternen mit einer Betoneinfassung umgeben sind. Diese entstand aus 1 mm starkem Balsaholz, wovon jedes Teilstück ca.12 mm lang ist. Gefärbt wurde das Holz .mit der bewährten Strassenfarbe hell von Faller.
Ebenfalls wurden im Rahmen des Böschungsbaus die Kanäle für die Seilzüge der Schranken fertiggestellt. Es sieht zwar unfertig aus, aber im original endeten die Kanäle ebenso.
Gebaut wurden sie aus einer Platte von Auhagen, genannt Marktpflaster. Diese verwende ich auch gerne, um die Rinne bei moderneren Gehwegen nachzubilden.
Zu guter letzt wurde Franks Anbausegment zum Basaltwerk noch mit einem Bürgersteig (Faller und Auhagen) versehen. Foto folgt.
Als nächstes haben wir vor, die Mauer zum Basaltwerk nachzubauen. Und irgendwann werden dann auch die Weichenlaternen ihren Platz finden.
Was die Gebäude angeht, so haben wir aktuell folgenden Stand: - EG und Güterschuppen sind vom fertig geplant und es existiert eine Zeichnung, aus der das Modell umgesetzt werden kann. Diese beiden Gebäude können also demnächst gebaut werden. - Vom Schotterwerk gibt es ein Ur-Modell, es ist von den Dimensionen her stimmig. Hier müssen aber noch viele Details ausgearbeitet werden. - Das Papiermodell des Lagerhaus gefällt uns beiden nicht so recht, hier ist noch einiges an Nacharbeit angesagt.
Als Bonusbilder noch den aktuellen Stand der Verladeanlage, an der noch das Förderband selbst nebst einiger Details fehlen. Zudem muss die Überdachung noch neu gebaut werden, kleiner Fehler von mir :
schön etwas von Bischofsheim zu hören, es sieht immer besser aus. Auch wenn die Fugen bei den Kunstoffplatten etwas zu sehen sind stören sie nicht so wie bei den Gipsplatten. Eine Idee hätte ich für den Zaun am Modulübergang, von unten in die Zaunpfosten kleine Löcher bohren und einen Draht einstecken. Als Gegenstück dann kleine Messingröhrchen in den Boden einlassen in die der Zaun dann eingesteckt werden kann. Ob das Bohren der Zaunpfosten funktioniert weiß ich leider nicht, ich kenne den Busch-Zaun nicht so genau.
ja, genau das wäre die erste Option, die uns beimZaun in den Sinn kam. Die Pfosten sind natürlich sehr klein. Mal sehen, wie das mit dem Bohren klappt. Eine zweite Option wäre eine Befestigung mit Magneten (im Boden eingelassen), was aber das Bohren im Pfosten auch nicht erspart.
Das mit den Platten hatte ich noch mal versucht, allerdings gelang es mir trotz Nachritzen oder Verfugen mit Gipsstaub keine entsprechenden Ergebnisse zu erzielen. Daher der Abriss.
sehr cool, was Ihr da fabriziert! Mit dem Zaun, dem Gehweg und der Straße wirken die Gleisanlagen und deren Umfeld sehr natürlich. War der Bereich zwischen dem Zaun und den Gleisen so gepflegt und brombeer- bzw. strauchfrei oder habt Ihr das nur noch nicht ausgestaltet? Bei mir zuhause war dieser Bereich grüne Hölle. Ist das Hartsteinwerk auf dem ersten Bild von Beitrag #162 zu sehen? Als ich das Bild zum ersten Mal angesehen habe, habe ich mich gefragt, was Ihr da für eine Sandsteinskulptur auf dem Modul stehen habt? Was den Zaun angeht, befürchte ich, dass bohren nicht funktioniert. Ich habe den Zaun ebenfalls verwendet und mir schließlich damit beholfen, die Drähte zu färben und in den Winkel zwischen Zaunpfahl und Querlatten zu kleben. Ist fast (!) nicht zu sehen. Ihr könntet noch versuchen, das Loch mit heißem Draht in den Pfosten zu schmelzen. Aber ob das funktioniert?
Zitat von Hippelandexpress im Beitrag #165Mit dem Zaun, dem Gehweg und der Straße wirken die Gleisanlagen und deren Umfeld sehr natürlich. War der Bereich zwischen dem Zaun und den Gleisen so gepflegt und brombeer- bzw. strauchfrei oder habt Ihr das nur noch nicht ausgestaltet? Bei mir zuhause war dieser Bereich grüne Hölle.
Es war tatsächlich so. Sicher werden noch einige kleine Grasfetzen eingesetzt, aber die Gleisanlagen waren in den 80ern, bevor der (Teil-)Abbau begann, fast klinisch rein. Der Hang bekommt auch noch paar Sträucher, Ansätze sind ja schon zu sehen.
Zitat von Hippelandexpress im Beitrag #165Ist das Hartsteinwerk auf dem ersten Bild von Beitrag #162 zu sehen? Als ich das Bild zum ersten Mal angesehen habe, habe ich mich gefragt, was Ihr da für eine Sandsteinskulptur auf dem Modul stehen habt?
Das ist das Urmodell, um mal die Proportionen zu sehen. Und damit der Klotz aus Styrodur nicht ganz so nackisch aussah, wurde er schnell mal verputzt. Das Gebäude wird aber, wenn die Zeit dazu kommt, durch was "Richtiges" ersetzt werden.
Zitat von Hippelandexpress im Beitrag #165Was den Zaun angeht, befürchte ich, dass bohren nicht funktioniert. Ich habe den Zaun ebenfalls verwendet und mir schließlich damit beholfen, die Drähte zu färben und in den Winkel zwischen Zaunpfahl und Querlatten zu kleben. Ist fast (!) nicht zu sehen. Ihr könntet noch versuchen, das Loch mit heißem Draht in den Pfosten zu schmelzen. Aber ob das funktioniert?
Schönen Sonntag!
Alternativ könnte man auch unter die Pfosten kleine Metallplättchen kleben. Hier wäre nur zu prüfen, ob der Magnet oder die Klebung stärker ist. Dir auch noch einen schönen Restsonntag.
der (Bischofsheimer) Berg ruft.........und die Lok kommt.
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Hallo Holger,
ich muss doch deinen Beitrag hier nochmal hervorholen.
Zuerst vielen Dank für diesen schönen Baubericht mit all den vielen Tipps und Tricks. Natürlich auch an Frank.
Nun meine Frage: Wie hoch ist der Bahndamm bei dir ? Ich wollte 6-8mm dicken Gummi unter die Gleise legen. Dachte mir aber dann, dass der Bahndamm zu hoch werden würde. Allerdings ist er bei uns auf der Strecke Fulda - Frankfurt fast überall sehr hoch, bilde ich mir zumindest ein.
ich muss doch deinen Beitrag hier nochmal hervorholen.
Zuerst vielen Dank für diesen schönen Baubericht mit all den vielen Tipps und Tricks. Natürlich auch an Frank.
Nun meine Frage: Wie hoch ist der Bahndamm bei dir ? Ich wollte 6-8mm dicken Gummi unter die Gleise legen. Dachte mir aber dann, dass der Bahndamm zu hoch werden würde. Allerdings ist er bei uns auf der Strecke Fulda - Frankfurt fast überall sehr hoch, bilde ich mir zumindest ein.
Es freut mich, dass Dir unser Baubericht gefällt.
Wir haben 4mm starkes Sperrholz unter den Gleisen verlegt. Das entspricht der Höhe des Schotterbetts bei den F96-Profilen. Viel höher würde ich das Schotterbett nicht machen, das wirkt dann leicht zu mächtig.
Zitat von Falko im Beitrag #170 Da muss ich dann nochmal über den Aufbau des Bahndamms auf meiner Anlage nachdenken. Am Wochenende geht es los mit dem Verlegen der Schienen :)
Meine Antwort bezog sich nur auf das Schotterbett. Du kannst da drunter noch einen Bahndamm bauen, der dann 10-15mm hoch ist. Aber vielleicht sollten wir das in Deinem eigenen Bauthread weiterdiskutieren. :-)
nachdem die Gleisanlagen soweit fertig, besser fahrbereit , sind, haben Frank und ich beschlossen, uns endlich mal an den Bau der Gebäude zu machen. Hierzu haben wir uns den Bau der Gebäude grob aufgeteilt, werden die Teile aber auch in Gemeinschaftsarbeit vorbereiten. Mein Part ist das Schotterwerk, während Frank das EG und Lagerhaus bauen will.
Zunächst möchte ich vom Bau der Lagerhalle berichten. Von der Lagerhalle liegen uns lediglich ein Grundplan mit Länge und Breite und paar Bilder von der Gleisseite vor, die jedoch die Halle nicht im Fokus haben. Erkennen konnten wir 13 Fenster und am Ende einen längeren fensterlosen Teil. Von der Hofseite sind uns keine Bilder bekannt. Stefan Gross meinte, dass die Halle auf der Hofseite teils mit Toren versehen, aber auch ein freier Unterstand vorhanden war. Die meisten Bilder sind privat und die wenigen öffentlichen Bilder von Stefan Gross sind leider im Web nicht mehr zu sehen.
Am PC habe ich mit OpenOffice ein paar Skizzen erstellt und Papiermodelle gebaut, um die Proportionen abschätzen zu können. Als die Maße für gut befunden waren, konnte ich mit dem Bau aus Polystyrol beginnen. Vor paar Tagen hatten wir uns getroffen und da Frank über eine kleine Kreissäge verfügt, konnten wir die Teile der Lagerhalle zurechtsägen
Das Polystyrol habe ich aus einem Reklameschild gewonnen. Von der Konstruktion her erinnerte ich mich an einen Tipp, der riet, bei langen Flächen mit gleichmässigen Fensterausschnitten die Ober- und Unterseite der Wand in der Höhe abzulängen und in dem Zwischenraum einzelne Platten einzusetzen. Deutlich wird dies an den folgenden Fotos:
Werbeschild, bereits beschnitten
Bau der Wand mit Fensteröffnungen
Mit herkömmlichen Plastikkleber liessen sich die Teile gut und fest verkleben. Anschliessend wurden die Teile mit Grundierung aus der Dose eingesprüht. Einzelne Unebenheiten wurden mit Reparaturspachtel egalisiert, wobei ich im Nachhinien die ganze Fläche mit Spachtel bearbeitet habe, da diese von Natur aus eine schöne Betonstruktur erzeugt. Bei dem Versuch will ich sehen, ob die Spachtelmasse flexibel genug ist, um sie flächig zu verwenden
Bilder der ersten Stellprobe
Hier sind bisher nur kleine Stellen gespachtelt.
Auf dem letzten Bild sieht man bereits das Schotterwerk. Dieses entsteht überwiegend aus Plasteplatten von Auhagen. Von den Proportionen passt es zumindest jetzt schon gut, so dass wir auf dem richtigen Weg sind.
ich habe mich schon länger gefragt was auf die lange Rampe kommt, jetzt weiß ich es :). Das lange Gebäude wirkt richtig gut und auch die Idee, die Wände in Streifen zu schneiden zahlt sich aus, in der Perspektive schräg von der Seite wirkt alles sehr exakt. Beim Putz bin ich überzeugt, dass du ein sehr schönes Ergebnis hinbekommst, er lockert die glatte Oberfläche angenehm auf. Ich bin gespannt wie es weiter geht, insbesondere auch mit den anderen Gebäuden.
Der Bau des Empfangsgebäudes wird demnächst beginnen. Ich erstelle gerade die Zeichnungen, was etwas anspruchsvoll ist, weil wir nur Zeichnungen von zwei Ansichten und einen Grundriss des Gebäudes haben, die nicht maßstäblich sind. Ich ergänze die Informationen aus diesen Plänen mit Maßen aus eigenen Fotos und versuche so zu einem guten Ergebnis zu kommen.
Weil ich mal wieder Lust auf Holzbau hatte, habe ich vorgestern ein kleines Stellwerk für Bischofsheim gebaut.
Der Begriff "Stellwerk" ist natürlich maßlos übertrieben, gab es in Bischofsheim doch nur zwei Signalhebel für das dreibegriffige Einfahrsignal, die unter der Bahnsteigüberdachung standen.
Wir werden die Signalhebel von H0fine verbauen, für die es eine formschöne Befestigung zu gestalten galt.
Ich habe ein wenig in SketchUp konstruiert und dabei ist folgender Entwurf herausgekommen (das graue Plättchen ist die Grundplatte des Signalhebels):
Das Kästchen lässt sich auf beiden Seiten an den Bahnhofssegmenten befestigen. Die Klemmvorrichtung dazu habe ich mir bei Daniel abgeschaut.
Nachdem die Maße feststanden, habe ich die Teile aus einem Rest 8mm starkem Sperrholz ausgesägt und verleimt.
Das Signal werden wir mit einem CAT5 Netzwerkkabel mit dem Stellwerk verbinden. Das Kabel ist verpolungssicher und preiswert zu bekommen.
Neben der Zeichnung des Gebäudes werde ich in der nächsten Zeit die beiden Signalhebel bauen und das Signal verdrahten. Dann ist unser Bahnhof wieder ein kleines Stück weiter.
Zitat von wknarf im Beitrag #176 Der Begriff "Stellwerk" ist natürlich maßlos übertrieben, gab es in Bischofsheim doch nur zwei Signalhebel für das dreibegriffige Einfahrsignal, die unter der Bahnsteigüberdachung standen.
Klugscheiß: Müsste das Signal nicht eigentlich zweibegriffig sein? Also HP 0 und HP 2?
Zitat von wknarf im Beitrag #176 Der Begriff "Stellwerk" ist natürlich maßlos übertrieben, gab es in Bischofsheim doch nur zwei Signalhebel für das dreibegriffige Einfahrsignal, die unter der Bahnsteigüberdachung standen.
Klugscheiß: Müsste das Signal nicht eigentlich zweibegriffig sein? Also HP 0 und HP 2?
Das war es im Original eben nicht. :-) Es war tatsächlich ein dreibegriffiges Signal Hp0/Hp1/Hp2.
nein, das Signal konnte HP 0 und HP1 oder HP 2 anzeigen. Daher auch die beiden Signalstellhebel, die unter dem Vordach aufgebaut waren.
Inwieweit das von der Betriebsordnung her passt, dass auch eine Einfahrt mit HP1 erlaubt war, kann ich nicht beurteilen. Den vorhandenen Bildern nach zu folgern wurde allerdings mit HP1 auf Gleis 2 (durchgehendes Gleis bis Schotterwerk) eingefahren.
gut, dann habe ich nichts gesagt. Normalerweise ist es bei Nebenbahn-Bahnhöfen ja so, dass wenn am Einfahrsignal kein Vorsignal für das Ausfahrsignal steht das dann auf HP2 eingefahren wird, da ja auch HP0 am Ausfahrsignal zu erwarten ist. Von daher war ich davon ausgegangen, dass dies in Bischhofsheim auch so ist.