ich habe eine schon ältere, aber unbenutzte, 118 (V180) von Piko (59580; 118 400-1) aus einem Nachlass geschenkt bekommen - die erste C'C' von Piko in meinem Bestand.
Der Probelauf vor der allfälligen Digitalisierung zeigt eine mächtige Geräuschentwicklung, die Lok läuft wie der sprichwörtliche Sack Nüsse.
Die Zerlegung fördert zwei Probleme zu Tage: 1. Der ausgebaute Motor läuft bei geringer Spannung ganz manierlich, kommt man aber über Schrittgeschwindigkeit hinaus, setzt ein massives Längsrucken des Ankers ein, verbunden mit metallischen Geräuschen. Der Motor (obwohl neu) ist also Schrott.
2. Die Schneckenwelle eines Drehgestells hat auf der Eingangsseite gut einen halben Millimeter Radialspiel und wackelt wie ein Lämmerschwanz.
Dass sich kein Fett im Getriebe befindet, ist nur noch eine Nebendiagnose - geht wohl auch ohne, meint der Hersteller.
Bin jetzt etwas entsetzt über die Qualität von Piko, wäre das kein Geschenk gewesen, würde ich den Scherbel zusammenpacken und zurückgeben - ist hier allerdings keine Option.
Erste Frage ist jetzt, ob es sinnvoll ist, einen Austauschmotor bei Piko zu bestellen, oder ob man da nur eine Krücke gegen eine andere tauschen würde. Hat da jemand Erfahrung? Die Alternative wäre ein SB-Umbausatz für teuer Geld, angesichts des kostenlosen Einstandes der Lok bei mir aber noch tragbar. Zweite Frage ist, ob jemand die Problematik der einsetig losen Schneckenwelle des Drehgestells schon kennt und ob sich das reparieren lässt? Ich habe den Zerlegeprozess noch nicht gestartet, Einzelteile des Getriebes gibt es laut Ersatzteilblatt sowieso nicht.
Ich hätte die Lok schon ganz gerne betriebsfähig, überlege aber gerade, ob ich das Ding nicht besser ganz hinten in der Vitrine versenke.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Zitat von topla im Beitrag #1Erste Frage ist jetzt, ob es sinnvoll ist, einen Austauschmotor bei Piko zu bestellen
ich würde die Lok reparieren. Ich hatte bei meiner G-1206 eine Motormacke. Schade, dass Du damit so viel Pech hast. Meine Piko 118 C+C ist nun schon 11 Jahre alt und tadellos. Ich habe auch andere Piko V180 kennen gelernt, auch sie waren alle einwandfrei. LG Rainer
H0 2Leiter mit Multimaus, Roco z.21 und ECoS 50200, Epoche IV aufwärts
Motor Piko 59 580- 28 für 23,00 €. Drehgestell erstmal auseinander nehmen und nachschauen was es ist. Ich repariere seid 25 Jahren Modellbahnen, est mal alles anschauen, meist eröffnen sich neue Wege.
Motor würde ich tauschen, wenn Du keine Radikalkur machen willst, gegen eine 5 pol. (ET52570-228) aus den "GfK" 118ern. So habe ich es gemacht, damit laufen die von Haus aus schon etwas manierlicher und nicht ganz als (analoge) Rennsemmeln. Allerdings habe ich gerade gesehen, das der Motor (BR118 131-2) nicht (mehr) lieferbar, der aus der V 180 059 schon (ET52600-28), sollte der gleiche Motor sein kostet aber über das doppelte! Das Getriebe wirst Du wohl oder übel öffnen müssen, die Schneckenwelle gibt es nicht einzeln.
Viele Grüße Steffen
DR Ep.III und IV, Pilz Standard und Tillig Elite, Digikeijs DR5000, DR4088/LN CS, DR4033, DR4018, WDec04b, Zimo, ESU, Kres FlexDec, I-Train Plus; TCB , Programmer: ESU, MXULFA, Lenz, D&H Schaut mal hier rein: Modellbau Club Jahnsbach Offizieller Sponsor der Modellbahnproduzierenden Industrie
Zitat von topla im Beitrag #1Erste Frage ist jetzt, ob es sinnvoll ist, einen Austauschmotor bei Piko zu bestellen
ich würde die Lok reparieren.
Das ist ja auch noch der Plan, allerdings habe ich mittlerweile Zweifel an der generellen Motorqualität von Piko. Wenn ich mir jetzt einen Austauschmotor bestelle und wieder so eine Krücke bekomme, hätte ich gleich einen SB-Umbausatz bestellen können. Wäre zwar immer noch deutlich teurer, aber besser für die mentale Gesundheit - solcher Pfusch regt mich immer wieder tierisch auf. Ich werde wohl mal ein Mail an Piko schreiben und mein Leid schildern.
Zitat von Rainer a D im Beitrag #2 Meine Piko 118 C+C ist nun schon 11 Jahre alt und tadellos. Ich habe auch andere Piko V180 kennen gelernt, auch sie waren alle einwandfrei.
Meine beiden Piko-B'B' laufen ja auch gut, nur dieser Eimer ist eine wandelnde Baustelle.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Ich repariere seid 25 Jahren Modellbahnen, est mal alles anschauen, meist eröffnen sich neue Wege.
MfG Andreas
P.S. Ich noch länger
Viele Grüße Steffen
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Hallo Thomas, warum einen originalen Motor als Ersatzteil bestellen? Die Holländer bei Micromotor.eu bieten Tauschsätze mit Glockenanker (?)- Motoren an. In Deutschland werden sie von MU vertrieben- vielleicht ist das ja eine Alternative. Viele Grüße Christian
@PKPmodelarz: Danke, Christian, gute Idee, werde ich mal in Betracht ziehen, Glockenanker ist mir sowieso lieber als die Billigmotoren von Piko, egal ob 3- oder 5-Poler.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Moin, ich habe in diesem Jahr auch bereits vier Piko-Motoren getauscht. Jeweils zwei in zwei 231ern von Piko und zwei in zwei 232ern von Piko. Die 231er hatten den bereits erwähnten Motor ET59560-28 drin und die 232er den neueren ET52600-28. Ich habe zwar für alle Modelle nochmal einen passenden Ersatz-Motor von Piko bestellt, bin aber auch unsicher, ob das die langfristige Lösung ist. Es waren jetzt vier Modelle in kurzer Zeit bei denen der Motor so versagt hat. Bei meinen anderen 15 Modellen (auch alle von Piko) zickt noch kein Motor rum. Ich überlege jedoch auch zukünftig eher auf die Motoren von sb-Modell zu wechseln. Ist zwar deutlich teurer, aber ich erhoffe mir eben eine längere Lebenszeit.
ganz einfach. Im Internet PIKO aufrufen, dann auf das Viereck H0 gehen, dann auf Ersatzteile, Nr 59 580 eingeben, da erscheint die Lok, nach unten rollen und dann erscheint bei Nr. 28 das Bild vom Motor.
ganz einfach. Im Internet PIKO aufrufen, dann auf das Viereck H0 gehen, dann auf Ersatzteile, Nr 59 580 eingeben, da erscheint die Lok, nach unten rollen und dann erscheint bei Nr. 28 das Bild vom Motor.
MfG Andreas
Ja, eben. Und wenn ich da den Motor aufrufe, zeigte es mir die 59 560-28 an. Nix für ungut.
Viele Grüße Steffen
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Hallo Thomas, ich weiß nicht, welche Möglichkeiten und Fähigkeiten Du hast, einen Motor auf das Modell zu adaptieren. Auch wenn SB-Modell eine bequeme, abgestimmte und passgenaue Lösung ist, passt z.B. auch ein FM1620D Glockenanker von Fischer-Modell mit einem entsprechenden Adapter. Habe einen solchen Motor in einer BR131 von Piko und dort macht er einen guten und ordentlichen Job. Eine von beiden Schwungmassen des Originalmotors habe ich beibehalten. Viel Erfolg - Frank
Schön, dass in AC und DC die gleichen Decoder drin sind. Ein Grund weniger, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden ...
Zitat von frank_II im Beitrag #12Hallo Thomas, ich weiß nicht, welche Möglichkeiten und Fähigkeiten Du hast, einen Motor auf das Modell zu adaptieren.
Hallo Frank,
die Fähigkeiten und die Ausrüstung ist meine geringste Sorge. Problematischer ist es da schon, alle benötigten Teile zusammenzustellen und die technischen Daten abzugleichen. Das geht los mit den Drehzahlen des Originalmotors und der Tauschmotoren und auch mit der Motorleistung. Gerade bei den Umbausätzen sind die Motoren mitunter unterdimensioniert, was dann beim Ausreizen des Fahrzeugs (Ausstellung) zu erhöhter Wärmeentwicklung bis zum Ausfall des Motors führen kann. Negativbeispiel war mal ein Umbausatz für eine Schlepptenderlok mit Faulhaber (wimre) 1331, wo mir der Hersteller die leistungsmäßige Unterdimensionierung bestätigt hat. War mir eine teure Lehre, Ersatz gab es nur kostenpflichtig, das hat richtig wehgetan. Deshalb betrachte ich auch den Umbausatz von micromotor.eu mit der Kunststoffumhüllung des Motors etwas skeptisch, der Motor bekommt kaum Wärme weg. Werde ich aber trotzdem mal testen, bestellt ist er. Datenblatt habe ich aber auch nicht gefunden - bei Fischer gibt es wenigstens das.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Man muss da aber auch keine Wissenschaft draus machen. Erfahrungen reichen manchmal auch völlig aus Thomas. Der Motor den ich Dir genannt habe, ist ein guter Ersatz für die Piko-Motore. Die Drehzahl passt - es lassen sich vorbildgerechte Geschwindigkeiten erreichen. Die Leistung ist auch mehr als ausreichend. Ich war bei den Werten zum maximalen Drehmoment auch erst etwas skeptisch, wenn man das mit dem Datenblatt vom FM1630D vergleicht. Vor dem Blockieren des Motors verlieren aber die Kunststoffzahnräder bereits ihren Eingriff. Also alles im grünen Bereich. Meine 131 (selbes Grundkonzept, wie Deine 118 und ganz sicher die gleiche Übersetzung und keine anderen Materialien) fährt damit schon ein paar Jahre und sie muss teilweise den kompletten schweren Lux-Reinigungszug bewältigen. Und das macht sie ohne Probleme. Und Wärme ... ich kenne natürlich Deine Anlage nicht und wieviel ununterbrochenen Betreib Deine Loks absolvieren müssen, bevor sie sich abkühlen müssen. Selbst, wenn Du die Ummantelung aus Messing machst (ich selbst mache sie aus Messing), dann kommt die Wärme ein Stückchen weiter, bevor sie wieder unter dem Gehäuse feststeckt. Es war ja nur ein Tipp und kein Zwang, den ich Dir gegeben habe. Beste Grüße - Frank
Schön, dass in AC und DC die gleichen Decoder drin sind. Ein Grund weniger, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden ...
ich werde mit dem Motor mit Sicherheit keine Probleme haben, die paar Meter, die die Lok hier laufen kann, sind da vollkommen unproblematisch. Allerdings könnte dieser Umbau auch eine Blaupause für die Loks im Club sein, und die laufen an einem Ausstellungstag deutlich mehr und auch Hitzeschäden sind da durchaus bekannt. Und wenn ich bei der klammen Kassenlage dort etwas empfehle oder gar umbaue, muss es Hand und Fuß haben, das ist mein eigener Anspruch.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Hallo Thomas, nur, weil man etwas nicht kennt und keine Erfahrung damit hat, heißt das noch lange nicht, dass es nicht „Hand und Fuß“ hätte. Deine Aussage ist daher vielleicht etwas unglücklich formuliert. Denn auch andere können durchaus hohe Maßstäbe an sich und das, was sie machen, haben und setzen dementsprechend ihre Projekte um. Beste Grüße- Frank
Schön, dass in AC und DC die gleichen Decoder drin sind. Ein Grund weniger, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden ...
nee, das hast Du jetzt aber ganz gründlich mißverstanden, das war überhaupt keine Wertung Deiner Empfehlung oder gar der Arbeit, warum auch. Es geht mir einzig und allein darum, dass ich (ganz persönlich) solche Arbeiten für den Club im ersten Wurf perfekt abliefern möchte. Und weil ich da schon mal ins Klo gegriffen habe, sollten alle bekannten Erfahrungen eingeflossen sein. In punkto Motorleistung und Temperaturen habe ich da eben schon einige und bin da mitunter (wohl zu) mißtrauisch... Ich probiere das aus, erstmal mit dem Umbausatz von Micromotor.eu, wenn die nächste Piko-132 auf die Bretter geht, merke ich mir den Fischer-Motor mal vor.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
also nichts funktioniert perfekt von Anfang an. Was später perfekt funktioniert ist das Ergebnis eines Optimierungsprozesses. Und so ein Optimierungsprozeß beinhaltet auch schon mal ein Scheitern. Nur wer in der Lage ist, aus seinem Scheitern zu lernen kann den Optimierungsprozeß erfolgreich zu Ende führen. Eine Überängstlichkeit ist hierbei kontraproduktiv. Als einfach mal ausprobieren. Das aber ohne sich selber unter Streß zu setzen.
Die Motordaten sind bei micromotor.eu übrigens unter Downloads abrufbar. Dort sind die in Frage kommenden Typen 1620 und 1630 mit aufgeführt.
Hallo Ludwig, Deine Meinung zu diesem Thema unterschreibe ich zu 100%. Der 1630 passt dort nicht ohne größeren "Eingriff". Für den müsste man am Chassis ausfräsen, die Kardanwellen kürzen und sich was einfallen lassen, wie man noch eine Schwungmasse mit unter bekommt. Aber (fast) nichts ist unmöglich in unserem Hobby. Ich denke, aus dem Bild geht die Problematik ganz gut hervor:
Zwischen den der Motorhalterung in Längsrichtung sind halt nur 27mm Platz. In der 118 mit identischem Motor wird es nicht anders aussehen.
Viele Grüße - Frank
Schön, dass in AC und DC die gleichen Decoder drin sind. Ein Grund weniger, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden ...
War das so ein ähnlicher Motor? https://www.mabuchi-motor.co.jp/motorize...df/fa_130ra.pdf Es geht hier nur um die Gehäuseabmessungen. Die Gehäuse sind genormt. Der Inhalt (Polzahl des Ankers, Art der Bürsten, Spannung, Lager) kann sich erheblich unterscheiden.