ich bin neu hier, weil sich mein Sohn eine Modellbahn wünscht. Ich hatte selber als Kind eine fertige H0-Anlage auf einer 1,5x1m Platte geschenkt bekommen. Aber leider ist diese über die Jahre abhanden gekommen.
Nun hat auch mein Sohn das Modellbahnfieber erfasst und er wünscht sich sehnlichst eine eigene Anlage. Die Platzverhältnisse sind leider begrenzt. Da kam mir die Idee, ob man die Modellbahn nicht in einen Schubkasten unter dem Bett aufbauen könnte (ich sage mal dazu, dass ich selber noch nie eine selber gebaut habe). Der Kasten hat Innenmaße von 0,9x0,9m und ist 16 cm hoch.
Wenn ich das bei Wikipedia richtig sehe, benötige ich in H0 gut 70 cm für eine 180° Kurve, ein Doppelkreis wird mit 85cm schon eng. TT wäre mit 60 (einzel) bis 70cm (doppel) zwar platzsparender, aber da mein Kind leider etwas grobmotorisch ist, habe ich Angst, dass TT für ihn zu klein ist.
Ist es mit diesen beschränkten Platzverhältnissen überhaupt sinnvoll / machbar, in die Planung einer Anlage zu gehen? Bei 16 cm in der Höhe kann man einen Berg und Tunnel wahrscheinlich vergessen (wahrscheinlich braucht man dafür auch mehr Platz)?
Hallo Roland Bei solchen wirklich beschränkten Platzverhältnissen , man gerade überspitzt formuliert etwas grösser als ein Kuchenblech für den Backofen , bringt eine Anlage in H0 nun wirklich nicht viel . Da kann man ja mal gerade im Kreis fahren und das wird für ein Kind schnell Langweilig . Erweiterungen lassen sich da nun wirklich später kaum noch realisieren . Aber vielleicht hat hier jemand noch einen Minimalistischen Vorschlag . oeli
Hallo Roland, vielleicht beschäftigst Du Dich doch mal mit TT. In der Spurweite bekommst Du zumindest ein Startsetoval auf 70x100cm unter. Was die Motorik angeht, kannst Du über die Auswahl von nicht zu filigranen Modellen steuern. Ein ganz anderer Ansatz wäre der Bau von Modulen, die Du dann zum Spielen zusammen baust. Da werden dann schnell aus 2 x 90x90cm einmal 180x90cm. Viel Spaß beim Überlegen wünsche ich Dir. Xaver
Mahlzeit, ich würde bei der Größe nicht mit H0 anfangen. Nur mal bildlich- auf jeder der Längsseiten hätten jeweils drei Schnellzugwagen Platz. Das entspräche im Vorbild gerade mal fünfundsiebzig Metern. Die Grundfläche entspricht ungefähr 5600m². Ich würde hier Xaver folgen und Segmente bauen. Die können notfals im Bettkasten oder auf dem Schank gelagert werden. Eine weitere Alternative wurde auch schon genannt- nämlich der Wechsel auf eine kleinere Spurweite. Hier würde ich sogar noch weiter gehen- und Baugröße N oder gar Z empfehlen. Märklin hatte recht spielintensive Startpackungen für diese Minibahn (die mich persönlich unheimlich fasziniert). In wie weit diese aktuell erhältlich sind- entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß nicht, wie alt Dein "Kurzer" ist- und ob es daher schon sinnvoll ist, ihn mitbauen zu lassen. Das steigert das Interesse und auch das Gefühl etwas selber gemacht zu haben. Und- ich bin immer wieder verblüfft- wie sorgsam kleine Kinder mit Modelleisenbahnen umgehen... Hier würde ich keine allzu großen Bedenken haben.
ein doppeltes Oval in H0 auf der Fläche macht nun wirklich keinen Sinn. Meine Idee wäre, gerade aufgrund der Grobmotorik, die Kindern oft eigen ist, auf 0e zu wechseln. Enge Radien sind bei Schmalspur durchaus an der Tagesordnung. Dann ein einfaches Oval und ein paar Ladestellen. Landschaft erst mal nur angedeutet, Gebäude aus Lego - anregend für die Kreativität Deines Juniors. Auch sonst passen viele andere Spielsachen passen dazu - größere Modellautos sind oft in 1:43.
Einziger Nachteil, es gibt die Modelle derzeit nicht neu, aber Ebay oder eine Modellbahnbörse sind hier Deine besten Verbündeten. Märklin Minex würde auch gehen, aber das ist wesentlich seltener, weil älter, und hat schon echten Sammlerwert.
Mit herzlichen Grüssen Stefan
Und ist der Ruf erst ruiniert, baut sichs gänzlich ungeniert.
wie der Fragesteller ja schon selbst herausgefunden hat, geht auf der Größe in H0 gerade mal ein Doppelkreis oder alternativ ein einfaches Oval. Das macht nun wirklich keinen Spaß und ist weit weg von einer "Anlage". Auch mit TT geht da letztlich nicht so viel mehr.
Da würde ich ehrlich gesagt lieber bei einer temportär aufgebauten Teppichbahn mit sehr viel höherem Spielwert bleiben. Auf der winzigen Fläche wäre in H0 höchstens eine kleine Straßenbahnanlage oder eine Feldbahn in Schmalspur sinnvoll.
Evtl. geht etwas größer sowas, wie ich als Kind hatte. Da war die Eisenbahn auf einer Platte montiert, die bei Nichtbenutzung an die Wand gehängt werden konnte, nachdem man die Trafos, Häuser und Fahrzeuge abgeräumt hatte. Die Rückseite war mit Teppichfliesen beklebt und diente in aufgehängtem Zustand als Pinwand für Poster etc.. Bei Bedarf war das Ganze in wenigen Minuten einsatzbereit und auch wieder weggeräumt, weil die Gleise fest installiert und elektrisch verkabelt waren. Wenn das aufgebaut war, konnte man sich im Zimmer kaum noch bewegen, aber musste man dann ja auch gar nicht, weil dann spielte man ja Eisenbahn...
Weil es flach sein musste, gab es natürlich nur Flachland, keine Berge und keine zweite Ebene. Aber hat trotzdem viele Jahre lang Freude bereitet.
Anfangs brauchte ich wegen des Gewichts Hilfe beim Auf- und Abhängen, als ich größer war, konnte ich das irgendwann auch alleine.
ich greif mal Zwei-Takts Gedanken mit dem Teppichbahning auf.
Wäre es leicht machbar, diesen Schubkasten auszuhängen? Oder ist dieser Kasten vielleicht noch gar nicht gebaut?
Meine Idee ist die, dass ihr zusammen in den Kasten eine Art Diorama aufbaut (z.b. ein kleiner Bahnhof, eine Fabrik oder ähnliches). Das durchgehende Gleis wird diagonal verlegt und bekommt jeweils zwei Zugänge in den Kasten. Eventuell reicht so der Platz auch für ein Umfahrgleis mit Weichen. Auch ein weiteres Gleis als Abzweig wäre denkbar. Und dieser Kasten wird nun zum Spielen als fester Bestandteil immer wieder herausgeholt und das restliche Streckennetz daran nach Lust und Laune auf dem Teppich ergänzt. Beim Gestalten in eurer "Schatzkiste" könnt ihr schon mal alle möglichen Techniken ausprobieren und erlenen, die euch später vielleicht bei einer größeren Anlage mal von Nutzen sein können.
Ist nur so eine Idee.
Liebe Grüße,
Waldi.
Seit ich Heavy Metal hör, hab ich keine Schuppen mehr!!! 🎵🎶🎵🤘😎🤘🎵🎶🎵
Hallo Roland, ist dein Sohn erst zwei und mit "Bett" meinst du sein Gitterbettchen? Oder warum passt unter das Bett nur ein Kasten von 90 x 90? Unter mein Bett passt einer, der 180cm lang ist. Neunzig mal neunzig war in der Tat meine erste "Anlage". Ein reiner Kreis aus Märklin Blechgleisen mit 76cm Ø auf einem Bahndamm aus Gips. Sonst nix. Schon nach einigen Stunden am Heiligen Abend fand ich das total langweilig. Zwei Weichen sind das Minimum, wenn ein Kind Spaß dran haben soll. (Leider wissen das die Designer der Startpackungen auch nicht.)
Die bescheidene Höhe von 16cm hingegen finde ich nicht so tragisch. Wenn du mal das Verdikt loslässt, dass eine Modellbahn einen Tunnel haben muss, kannst du die Strecke durch einen mit Büschen bestandenen Einschnitt fahren lassen. Da sieht man den Zug richtig duch "Gegend" fahren. Gruß
HAllo zusammen, nur mal kurz eingeworfen: ein Doppelkreis geht schon nicht mehr bei 90x90cm - zumindest beim C-Gleis. Der angegebene Radius 437,5mm bei R2 bezieht sich auf die Gleismitte. Der Radius außen an der Bettung gemessen beträgt 467,5mm, was einem Durchmesser von 985mm entspricht :-(. http://www.gleiswendel-profi.de/images/G...Gleissystem.pdf Ansonsten schließe ich mich meinen direkten Vorrednern an und würde eine Teppichbahn empfehlen. So ein kleiner fester Bestandteil, wie ihn Waldi empfiehlt, wäre das I-Tüpfelchen. Aber man sollte bedenken, dass jeglicher fest verbauter Anteil Abhängigkeiten schaffen kann, was ich im flexiblen Teil noch machen kann. Ich selbst fahre auch nach vielen Jahrzehnten noch auf einer Teppichbahn: in den letzten Jahren mit 60m Gleislänge und über 20 Weichen. Gerade die Digitaltechnik ermöglicht einem da sehr, sehr viel, auch wenn der Landschaftsbau dabei natürlich total auf der Strecke bleibt. Das Leben ist halt von Kompromissen geprägt ;-) Viele Grüße und viel Spaß beim Finden der Lösung Frank
Schön, dass in AC und DC die gleichen Decoder drin sind. Ein Grund weniger, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden ...
kannst Du uns einen Plan/Skizze des Zimmers mit den Möbeln einstellen? Mir geht durch den Kopf, ob eine "an der Wand lang" oder Klappanlage eine Lösung sein könnte.
Module sind immer eine gute Sache.
Zur Spurweite: Wenn irgend möglich, würde ich (Ex-N-Spur Bahner) bei H0 bleiben.
Viele Grüße Bernhard ------------------------------------------------ Spurweite: H0 analog oder digital "AC" und "DC", N-Spur, Epoche +/- IIIb, DB, SBB, BLS, ÖBB, SNCF, FS, ESU ECoS I + II, ESU-Programmer, ESU-Prüfstand, Roco-Multimaus, Digital 2-Leiter, Decoder: ESU, Lenz, D&H, Zimo, Märklin, Sounddecoder, TrainController 8 Gold, Wintrack 16 ...
erstmal Danke für alle Antworten und Ideen. Ich hoffe ich greife alle aufgelaufenen Fragen auf.
Prinzipiell sind unter dem Bett 2 Bettkästen mit 90x90 cm Innenmaß. Mir kam auch schon die Idee, diese beiden zu verschauben um so mehr Fläche zu haben. Dann müsste ich aber beide Kästen beschädigen, um die Übergänge zu formen. Ich wollte nach Möglichkeit erstmal zerstörungsfrei arbeiten, daher erstmal nur 1 Kasten.
Zum an die Wand hängen ist nicht wiklich Platz, da an den geraden Wänden das Doppelstockbett und die Schränke stehen. Der Rest ist Dachschräge mit Gipskarton, wo ich mir nicht sicher wäre, ob die auf Dauer eine dran hängende Bahnplatte trägt.
Meine Kinder sind 6 und 8 und motorisch "weniger begabt". Spur Z klingt zwar von der Größe her interessant, wird aber meinem Meinung nach unter diesen Umständen zu klein.
Teppichbahning (den Begriff habe ich bisher noch nie gehört, musste ich erstmal googeln) praktizieren wir quasi aktuell mit der Lego-Bahnstrecke. Eventuell sollten wir eher das weiter ausbauen, da wir hier schon 4 Loks und einige Gleise haben - und jede Menge Bausteine.
ZitatGipskarton, wo ich mir nicht sicher wäre, ob die auf Dauer eine dran hängende Bahnplatte träg
Mach das bitte nicht!
Viele Grüße Bernhard ------------------------------------------------ Spurweite: H0 analog oder digital "AC" und "DC", N-Spur, Epoche +/- IIIb, DB, SBB, BLS, ÖBB, SNCF, FS, ESU ECoS I + II, ESU-Programmer, ESU-Prüfstand, Roco-Multimaus, Digital 2-Leiter, Decoder: ESU, Lenz, D&H, Zimo, Märklin, Sounddecoder, TrainController 8 Gold, Wintrack 16 ...
Zitat von RolandDeschain im Beitrag #11praktizieren wir quasi aktuell mit der Lego-Bahnstrecke. Eventuell sollten wir eher das weiter ausbauen, da wir hier schon 4 Loks und einige Gleise haben - und jede Menge Bausteine.
Gute Idee, eine Legobahn mit ein paar Weichen und mehreren Zügen ist im Spielwert kaum zu schlagen. Zur Modellbahn kann man immer noch übergehen, wenn die Kinder mit 12+ sich immer noch dafür interessieren.
ich hätte jetzt auch noch eine Idee, wie wäre es mit Straßenbahn? Da könnte man engere Radien verbauen. Gestalten lässt sich das bestimmt auch ganz gut.
Zitat von frank_II im Beitrag #9nur mal kurz eingeworfen: ein Doppelkreis geht schon nicht mehr bei 90x90cm - zumindest beim C-Gleis.
bei Roco Line ginge es hingegen, aber auch nur gerade eben so... 89,5 x 89,5 würde schon nicht mehr reichen... Und ob ein längeres Fahrzeug, das an den Enden etwas überhängt, auf den 90 x 90 noch rumkommt, steht auf einem nochmal anderen Blatt. Platz für eine Weiche wäre auf 90 x 90 definitiv nicht mehr, da geht wirklich nur stumpfsinniges im-Kreis-fahren.
Ob doppelt oder einfach ist dann fast egal, ein stumpfer Kreis ohne Weichen "geht so gar nicht". Sollte der Fragesteller seinen Kindern nur antun, wenn er sicherstellen will, dass die Eisenbahn kein dauerhaftes Interesse weckt...
Zitat von RolandDeschain im Beitrag #11Zum an die Wand hängen ist nicht wiklich Platz, da an den geraden Wänden das Doppelstockbett und die Schränke stehen. Der Rest ist Dachschräge mit Gipskarton, wo ich mir nicht sicher wäre, ob die auf Dauer eine dran hängende Bahnplatte trägt.
An der Dachschräge mit Gipskarton würde ich das nicht aufhängen, das wiegt schon einiges. Ich konnte meine Platte mit 15, 16 gerade so mit großer Mühe alleine von der Wand heben. An einer Schräge würde es außerdem viel aufwändigere Befestigungen benötigen und das Handling wäre auch ein ziemlicher Albtraum. Schade, aber dann ist das wohl nichts für Euch.
Zitat von BernhardI im Beitrag #13Gute Idee, eine Legobahn mit ein paar Weichen und mehreren Zügen ist im Spielwert kaum zu schlagen. Zur Modellbahn kann man immer noch übergehen, wenn die Kinder mit 12+ sich immer noch dafür interessieren.
Eine Legobahn ist für kleinere Kinder toll und geht auch früher als eine "richtige" Modelleisenbahn. Aber nach hinten raus evtl. auch nicht so lange. Ich hatte vor der Märklin-Modellbahn auch erst eine Legobahn und als kleineres Kind sehr viel Spaß damit. Die Lego-Bahn hat mich damals aber schon mit 10 nicht mehr interessiert. Das ist natürlich individuell, es gibt ja auch Erwachsene, die sowas toll finden. Meins wäre es nicht mehr gewesen, nachdem ich einmal anfing, mich für das "real thing" zu interessieren. Bekannte hatten eine deutlich größere Lego-Bahn-Anlage, da hat jenseits der 10 oder 11 aber auch niemand mehr mit gespielt.
Zitat von jan h. im Beitrag #14ich hätte jetzt auch noch eine Idee, wie wäre es mit Straßenbahn?
Straßenbahn oder alternativ Feldbahn hatte ich weiter oben schon mal als mögliche Alternative erwähnt. Auch eine "normale" Schmalspurbahn in H0e oder H0m braucht weniger Platz, weil engere Radien möglich sind und außerdem die Fahrzeuge und auch die Züge meistens kürzer sind. Sicher für "große Kinder" ein spannendes Thema, gerade wenn nur wenig Platz vorhanden ist. Allerdings ist das Material dafür auch teurer als bei einer normalen Modellbahn – teilweise deutlich.
Ob und in wie weit man Kinder dafür begeistern kann, vermag ich nicht zu beurteilen – würde aber vermuten, dass das eher was für die Größeren Kinder unter uns ist. Platz sparen kann man damit auf jeden Fall. So richtig weit reicht das auf mickrigen 90 x 90 cm aber trotzdem nicht, das ist einfach für H0 sehr wenig. Man muss sich klarmachen, dass das beim Vorbild einer Fläche von gerade mal 78,3 x78,3 m entspricht. Ein dreiteiliger, klassischer Düwag-Straßenbahn-Gelenktriebwagen GT8 ist dabei auch schon über 26 m lang, da kann man sich ausrechnen, was auf nicht mal 80 x 80 m so geht...
Das ist was für Leute mit Spaß am Landschaft / Häuser / Details gestalten. Der Bahnbetrieb bleibt da notgedrungen Nebensache. Für "betriebsorientierte" Spielkinder, die ordentlich was fahren sehen wollen, ist das einfach viel zu wenig.
Einfach mal als Beispiele, was auf kleinen Flächen so geht (beides Straßenbahn-Anlagen): Museumstramlijn Westerbrug - Ein Tischprojekt (1,10 x 0,7 m) Eine kleine Trambahn-Anlage (1,20 x 0,5 m) Du siehst, selbst für was kleines, straßenbahniges sind 0,9 m in beide Richtungen sehr knapp bemessen.