Super Kristian, danke für das zeigen. Die O&K erinenrt mich an die berliner Postkutschen. Generell ist 3D Druck eine feine sache und wenn man bedenkt was vor 30 Jahren als Spitzenprodukt galt bei Kunststoffgehäuse und heute einieg ansieht, bin ich sehr optimistisch, das wir bald auf noch bessere Oberflächen hoffen können. Scharfe Konturen und die Türen würde ich allerdings voll aus Ätzteile erstellen.
Ich habe mal ne zeit lang Mods fuer den Landwirtschaftssimulator gemacht. Dabei habe ich den Real 3D Classic verwendet um die 3D Modelle zu erstellen. Das Programm muesste es heute glaube ich sogar kostenlos geben. Was mir dabei im Zusammenhang mit 3D Druck auffaellt ist, dass man sich eventuell wirklich die Muehe machen sollte, Fahrgetsellte, gehaeuse usw usf so zu konstruieren wie sie auch real konstruiert werden. Sicher ist es verlockend ein Lokgehaeuse in einem Stueck zu produzieren. Ein eventuelles Nachbearbeiten von Oberflaechen usw erweist sich an "dem grossen Klotz" dann aber oft als sehr schwierig. Hier macht es sich wohl wirklich besser "alle" Teile zusammen zu erstellen, also das Komplettmodell, aber die Einzelteile wie Rahmen, Laufplatten, Tueren usw usf einzeln abzuspeichern, zu drucken, zu bearbeiten und dann zusammen zu setzen. Meine letzten 2 Mods fuer den LS habe ich anch diesem prinzip aufgebaut, wirklich jedes Bauteil einzeln zu erstellen, zu konvertieren und damm im LS-Editor erst zusammen zu setzen. Was das fuer den 1:87 Modellbau bedeutet ist mir durchaus bewusst ;)
auch wenn die Oberfläche in der Makro noch eine leichte Struktur aufweist: Ein echter Quantensprung ! Man erkennt sehr deutlich, welch hohes Potential heute und in Zukunft in der 3D-Technik steckt. Wie ich sehe, hast Du Dich an bereits bestehende Konstruktionen drangehängt. Wie viel musstest Du berappen ? Weißt Du zufällig, wie viel für´s zeichnen nach Vorlage fällig wird ?
der Link zu den Fahrzeugen steht im Bericht. Dort stehen dann auch die Preise. Waren so um die knapp 60 Euro. Also nicht die Welt. Wie viel Zeit fürs Zeichnen drauf geht weiß ich nicht, ich habe ja noch nichts gezeichnet.
Das von Kristian gezeigte Teil (und danke dafuer!) hat offensichlich noch nicht die erforderlich Aufloesung, aber es ist immerhin Resultat aus einem preisguenstigen Heim 3D Drucker....es zeigt aber erstaunliche Moeglichkeiten die sich mit Sicherheit (und wichtig: In diesem Preisniveau!) immer weiter verbessern werden. Zum Vergleich mit was es ohne Kostgrenzen Moeglich ist...wir haben in der Firma vor nicht langem ein kompliziertes Gehause zur Passprobe ausdrucken lassen...das Resultat war Kristalklar (ohne Stufen, und das auf flachen Flaechen!), dimensional genau (zum Bruchteil von mm), und mit Eigenschaften sodas man es absolut wie das zukuenftige Produktionsteil zusammenbauen konnte (dann praktisch mit "X-Ray vision" durchsehen konnte um normal voellig verborgene Stellen zu pruefen)...deswegen freue ich mich schon auf die Zeit wenn so ein Resulutionsniveau in unsere Reichweite kommt! Die Moeglichkeiten haben wirklich wenig Grenzen!
also ehrlich gesagt kann ich die ganze Euphorie um die 3D-Drucktechnik in Anbetracht von Qualität und Kosten nicht nachvollziehen. Auf der einen Seite zählen Modellbahner die Staubkörner auf den Nieten und gleichzeitig werden dann die Streifenmodelle aus dem 3D-Drucker hoch gelobt...
Alle bisherigen 3D-Druck Modelle die ich erworben habe sind trotz der Qualitätsangabe "Frosted Ultra" schlicht weg schlecht. Man sieht es auch an dem von Dominik gezeigten Lokgehäuse der D8. Auch nach dem Grundieren und Lackieren ist die Oberfläche rauh und die Details sind verschwommen. Und dann 56 EUR dafür ausgeben? Mehr als 5 EUR ist das Gehäuse nicht wert.
Wenn man sich intensiver mit der Materie befasst und die Foren danach durchforstet, stößt man schnell auf Sätze wie "Warten wir noch ein paar Jahre, dann wird es besser, dass ist die Zukunft!" Fakt ist, dass sich an der Qualität seit etlichen Jahren (auf dem Markt ist das Verfahren seit Mitte der 90er) nichts verändert hat. Einzig die Preise sind gesunken, was nur daran liegt, dass es immer mehr Anbieter gibt.
Die Hobbygeräte die man pei Pearl, Conrad oder Reichelt kaufen kann sind vor allem Eins: teure Spielerei und für den Modellbau im Maßstab 1:87 nicht zu gebrauchen, daran wird sich auch nichts verändern, weil die notwendige dünne Schichtdicke nur sehr hochpreisige Geräte (ab 100.000 EUR) erreichen und diese Geräte gibt es schon seit über 15 Jahren!
Der 3D-Druck ist nur für die Prototypen-Fertigung in der Industrie interessant und dort spielt er seine Vorteile auch voll aus aber im Maßstab 1:87? Man muss schon seine Ansprüche runter schrauben, gleichzeitig viel Geld in die Hand nehmen und 3D-CAD zeichnen können (was sehr oft vergessen wird), dann kann es vielleicht was werden
Dann doch lieber Ätzen, Fräsen und Lasern. Oder die klassische Methode mit Skalpell und Plastik.
Nein, ich mag keine Streifenmodelle, dann verzichte ich lieber auf ein Modell und investiere das Geld sinnvoller.
Bei größere Bauteile mit schwierigen Formen, die ohnehin nachbearbeitet werden müssen, macht 3D auch bei H0 Sinn. Die Preise für die erstellten, hier besprochenen Auftragsarbeiten beinhalten auch die Arbeitszeit für die Erstellung der Daten.
Fertigungsmethoden im Modellbau richten sich sehr stark nach den individuellen Anforderungen.
Auch wenn 3D noch mit sehr vielen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat: Eine sinnvolle Bereicherung ist diese Technik auf jeden Fall. Auch für unser aller Hobby. Man muß halt die Grenzen kennen und wissen, für was man dieses Verfahren einsetzen möchte.
Zitat von PriRo im Beitrag #26also ehrlich gesagt kann ich die ganze Euphorie um die 3D-Drucktechnik in Anbetracht von Qualität und Kosten nicht nachvollziehen. Auf der einen Seite zählen Modellbahner die Staubkörner auf den Nieten und gleichzeitig werden dann die Streifenmodelle aus dem 3D-Drucker hoch gelobt...
Moin Priro,
das Zauberwort heisst "fertigungsgerechtes Konstruieren". Ich habe auch schon Teile gesehen, die sahen schrecklich aus, weil die ganze Oberfkäche mit Streifen überzogen war. Allerdings muss das ja nicht unbedingt sein. Ein 3D-Drucker kann keine glatten Oberflächen drucken, also kann man eben die 3D-Drucker Konstruktion so ausführen, dass die glatten Flächen ausgespart werden, so dass man stattdessen z.B. geätzte Messingplatten einsetzt. Den Übergang kann man ggf. beispachteln.
Ich glaube, das Problem liegt vor allem darin begründet, dass die Werbung für 3D-Drucker suggeriert, dass man ohne weiteren Aufwand ein fertiges Teil aus dem Drucker kriegen könnte. Das kann man mit 3D-Druck so wenig wie mit Spritzguss oder irgend einer anderen Technologie. Erst die Kombination bringt ein befriedigendes Ergebnis.
Sobald die Designer das berücksichtigen, werden wir auch mit der heute bezahlbaren Technik schöne Modelle sehen.
Übrigens, die erreichbare Auflösung liegt bei ca 50µm³. Das sollte für alle Modelle ausreichen. Das funktioniert allerdings nicht mehr mit den gängigen Consumer-Maschinen.
Zitat von michl080 im Beitrag #28(...)Übrigens, die erreichbare Auflösung liegt bei ca 50µm³. Das sollte für alle Modelle ausreichen. Das funktioniert allerdings nicht mehr mit den gängigen Consumer-Maschinen.
Michaell
Moin Michael, was bedeutet 50µm³ Auflösung konkret? Heißt es, die Filament-Würste sind in dem Raster?
Für Prototypen-Feritigung mag sich das ja noch ausgehen, es stellt vermutlich einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit dar.
Daher wäre auch zu unterstellen, dass sich die Auflösung nicht mehr sonderlich verbessern wird, denn das würde ja auf Kosten der Fertigungsgeschwindigkeit gehen.
50µm sind nun nicht soo berauschend, würde bei H0 auf "real" umgerechnet bedeuten, dass eine Wurst alle 4,35mm gelegt wird. Wie detailliert dann ein Niet ausgeführt werden kann, kann man sich denken. Das erinnert mich irgendwie an die ersten Digitalkameras, die mit VGA-Auflösung hochgelobt wurden
Übrigens: die Wahrnehmungsgrenze der Nerven in den Fingerkuppen liegt bei ca. 10µm Höhenunterschied. Dies sind mithin unsere empfindlichsten Tastnerven.
Mit Filamentdruckern geht das nicht. Solche Drucker arbeiten im Raster 600x600x1600dpi, also 42µmx43µmx16µm wie Tintenstrahldrucker.
Die gegenwärtig hoch favorisierten Filamentdrucker sind einfache und billige Dinger, mit denen auch in einigen Jahren nichts brauchbares gedruckt werden wird. Allerdings brauchen viele Industriezweige 3d-Drucker mit besserer Auflösung. Die Technologien sind vorhanden, die Ergebnisse sind gut, nur der Preis ist noch zu hoch.
Wer sich für das Thema 3D Druck interessiert, der sollte mal auf die Euromold fahren, die findet dieses Jahr in Dortmund statt. Termin muss ich raus suchen.
Michael hat recht, dass mit FDM Druckern auch in vielen Jahren keine besseren Ergebnisse mehr zu erreichen sind, da das einfach daran liegt, dass man den Kunststofffaden nicht mehr immer weiter verdünnern kann, denn irgendwann reißt er dann beim Drucken einfach ab und an der Oberseite wird man immer die Struktur des Fadens erkennen können. Die feinsten Drucker schaffen ca. 0,12mm Fadendurchmesser und das dürfte auch schon so ziemlich das technisch Machbare darstellen. Verbesserungen wird es nur noch dahin geben, dass man in Zukunft noch mehr verschiedene Materialien drucken können wird. Mehrfarbiger Druck macht hier auch kaum sinn, da man die Teile mit diesem Verfahren ohnehin verspachteln uns verschliefen muss um anständige Ergebnisse zu bekommen. Arburg arbeite an einem neuen Drucker der dieses VErfahren nutzt, allerdings muss man hier nicht mehr teure Kunsstoffschnüre kaufen, sondern man kann dabei direkt Granulat in die Maschine einfüllen. Auf diese Weise kann man sehr viel günstigere Modelle drucken, aber auch hier ist die Auflösung nicht beliebig fein zu bekommen. Arburg ist noch recht neu in diesem Segment, es bleibt abzuwarten wie sich diese Maschinen in Zukunft entwickeln. Allerdings sind die Arburg Drucker sehr viel aufweniger, da hier ja richtige Extruder mit Stahlschnecken zum Einsatz kommen, was diese Drucker erheblich teuerer macht. Solche Drucker wird auch in Zukunft dann nicht jeder zu Hause stehen haben, sondern man wird sich die Teile dann beim Dienstleister drucken lassen, denn nur wenn man Massenhaft Teile druckt, lohnen sich die teuren Anschaffungskosten für die Maschine. Sinn und zweck sieder Teile ist eigentlich, dass man in der Konstruktion schon mal das Teil aus dem CAD ausdrucken kann und man einfach mal testen kann, ob die Gestaltung der Geometrie des Bauteils in Ordnung ist, bevor man das Spritzgusswerkzeug baut um teure Änderungen am fertigen Werzeug zu vermeiden.
Es gibt aber bereits ein Verfahren, mit dem sich wirklich hervorragende Teile drucken lassen, allerdings sind diese dann aus Wachs. Das sind die Durcker von SolidScape, welche eine Auflösung von 6000x6000x8000 dpi schaffen. Die Maschinen sind teuer, haben nur einen recht kleinen Bauraum und die produzierten Teile sind nicht direkt einsetzbar, sie dienen dann dafür, dass man von diesem Bauteil z.B. eine Silikonform abnimmt um dann das Teil aus Resine zu giesen. Bzw. für den Feinguss, aus dem man dann Metallteile gießen kann. Die erforderlichen Stützstrukturen können bei diesem Verfahren ausgewaschen werden.
Metallteile werden Lasergesintert, dabei kommt Pulver zum Einsatz welches mit Laser verschmolzen wird. Auch verschiedene Kunststoffe sind mit diesem VErfahren erstellbar, die Detailierung ist hier schon richtig gut, allerdings sind die Maschinen extrem teuer und auch die Bauteile sind sehr teuer. Für Serienfertigung nur dann geeignet, wenn man ein Teil nicht auf andere Weise her stellen kann, bzw. wenn es sehr schnell gehen muss. Man kann mit diesem Verfahren bereits Bauteile für Spritzgusswerkzeuge anfertigen und diese sind dann sofort einsetzbar.
Ein weiteres Verfahren ist die Stereolithografie, dabei wird mit dem Laser in ein flüssiges Harz geschossen und dieses an den getroffenen Stellen verfestigt. Die Teile haben wie beim Wachsverfahren schon einen extre hohe Auflösung und Detailierung, bis zu 8000x8000x8000 dpi können hier erzielt werden. Nachteil hier, man muss die Stützstruktur mechanisch entfernen, weil diese aus dem gleichen Material wie das Teil besteht und damit nicht auswaschbar ist. Und natürlich sind auch diese Maschine extrem teuer, also nichts für zu Hause, sondern auch hier ist wieder der Dienstleister gefragt.
Es gibt dann noch die Z-Printer, die Drucken farbig in Pulver, die Auflösung ist schon recht gut, aber das Verfahren ist nur für Teile geeignet die später mit den Augen angesehen werden sollen und nicht mit den Finger, weil die Teile mechanisch sehr instabil sind. Ist ein bisschen mit dem Zierrat aus Zucker vergleichbar, welchen Konditoren zur Verzierung auf Torten kleben.
Alle Maschinen haben irgendwo ihre Daseinsberechtigung, für den ambitionieren Modellbauer sind sie aber nur sehr eingeschränkt brauchbar und das ganze wird auch in Zukunft teuer bleiben, denn mit den ganz billigen Maschinen kann man keine guten Teile drucken, denn wenn diese Drucker gut sein sollen, dann sind hochwertige Mechanische Bauteile notwenig und die werden auch in Zukunft nicht billiger sondern eher teurer.
Aber auch diesen "eingeschränkten Nutzbereich" empfinde ich persönlich als echte Bereicherung, da er neue Möglichkeiten eröffnet. Wie gesagt: 3D als "on the top", nicht als "statt dessen" ;-)
Hallo Michael und Matthias, danke für die interessanten Infos und Links!
Es bestärkt mich allerdings darin, dass die "Heimanwendung" auch auf absehbare Zeit indiskutabel bleibt. Mal "auf die Schnelle" was ausdrücken zu können, tönt erstmal reizvoll, natürlich.
Ich bleibe dann doch wohl lieber bei Messing und Säure (und versuche dort, Perfektion zu finden...)