ich möchte euch über die neuen Erkenntnisse aus Chemnitz informieren. Man kann sie ganz einfach unter der Überschrift
Forumbahn goes WLAN
zusammenfassen. Ohne in die Details zu gehen schaut das System so aus: Steuerung der Fahrzeuge über WLAN per Smartphone oder Tablet über die ECoS.
Was hat sich in Chemnitz ergeben?
Wir haben vorab sehr gut geplant und sowohl das Boosternetz als auch das Xpressnet Netz genau aufgezeichnet. Wie in der Xpressnet Topologie nach RS485 Standard beschrieben wurde komplett linear mit einem 120 Ohm Abschlusswiderstand am Ende der Leitung aufgebaut. Nach der Theorie hätte alles gut gehen sollen. Nun kam die Praxis.
Wir haben das Boosternetz aufgebaut, um die Module elektrisch miteinander zu verbinden und zu testen. Hierbei gab es die ersten Probleme, die wir bisher nie hatten. An jeder Boostertrennstelle gab es einen Kurzschluss beim Überfahren. Natürlich haben wir umgepolt, dann hat es aber recht einen Kurzen gegeben. Nach einem Test meinerseits habe ich festgestellt, dass immer nur an einem Schienenprofil ein Kurzschluss erzeugt worden ist, die andere Seite arbeitete ordentlich. Das war sehr frustrierend, denn bisher hat mit Boostern alles ordentlich geklappt.
Ich kann mir das Problem nur so erklären. Mal wieder gab es leider zu wenig Material und wir mussten die Stromquellen mischen. So kamen ESU Netzteile, Roco Trafos und Roco Netzteile zum Einsatz. Frank hat gehört, dass bei unterschiedlichen Spannungen an den Boostern Kurzschlüsse beim Überfahren ausgelöst werden. Also wäre es gut möglich, dass dies das Problem war.
Nun war das aber natürlich nicht das einzige Problem. Xpressnet verlegt und siehe da, nach nur wenigen Minuten Betrieb ließen sich die Fahrzeuge nicht mehr anständig steuern und fuhren unkontrollierbar herum. Es trat also der selber Fehler auf wie sonst immer auch. Dabei haben wir alle Kabel vorher getestet, Abschlusswiderstände und Spannungsverstärker verbaut.
Notlösung
Die Notlösung sah so aus, dass wir zunächst für H0 und H0e je einen Booster verbaut haben. Somit waren zwar auf jeder Spurweite nur 2A zur Verfügung, aber es gab keine Kurzschlüsse mehr, da wir keine Trennstellen mehr hatten.
Nach dem Xpressnet Chaos haben wir weiter umgebaut und H0 und H0e in 2 Zentralen aufgeteilt. Somit gab es eben nicht 1 x ca. 60 m Busleitung, sondern 2 x ca. 30 m Busleitung.
Ergebnis
Mit dem Bus gab es bei H0e keine Probleme. Marcel hat gemeint, dass es bei H0 auch zeitweise zu Verzögerungen kam. Es gab aber zumindest keine unkontrollierten Lokfahrten.
Fazit
Unser Fazit ist: Roco Xpressnet ist einfach für solche Distanzen nicht geeignet. Zudem steht der Aufwand mittlerweile in keinem Verhältnis zu der Zeit, die man letztendlich die Anlage betreibt. Es vergehen Stunden, bis das System halbwegs funktioniert.
Lösung
Für uns gibt es eigentlich derzeit 2 Lösungen.
1. Wir beschränken die Modullänge auf 30 m. 2. Wir stellen auf Loconet um.
Zu 1.
Nach unserer Diskussion am Samstag Abend finden wir 30 m für H0e durchaus brauchbar. Man kann ein ordentliches Arrangement aufbauen. Für H0 ist diese Länge zu gering. Was auch möglich wäre (speziell bei H0e): Es gibt mehrere Inselbetriebe. Beispielsweise könnte man ein Großprofil Aufbau mit Zillertalbahn und anderen "größeren" Modulen aufbauen und einen Kleinprofil Aufbau nach sächsichem Vorbild mit Modulen mit kleinerem Lichtraumprofil.
Zu 2.
Sollte 1. keinen Anklang finden (und davon gehen wir mal stark aus), dann führt kein Weg um ein neues System herum. Ich bin jedenfalls nicht mehr bereit weitere Zeit und Kosten in das Roco System zu stecken.
Das neue System: Loconet
Loconet nutzt die selben Stecker und Kabel wie Xpressnet, ist aber ein komplett anderes Bussystem. Es wird beim Fremo in großen Distanzen erfolgreich angewendet. Nötig wären daher "nur" neue Regler, da Zentralen vorhanden sind. Frank hat z.B. eine Intellibox, ich habe die ECoS für die es einen Loconet Adapter gibt. Somit wären auch leistungsfähige Zentralen vorhanden und kein "Spielzeug".
Während der Samstags Diskussionsrunde warf ich noch ein, dass es für die ECoS eine kostenlose App gibt, über die man per Smartphone die Anlage steuern kann. Da ich den WLAN Router dabei hatte, damit ihn mir Marcel einrichten konnte (vielen Dank dafür), haben wir das System kurzerhand am Sonntag morgen ausprobiert.
Forumbahn goes WLAN
Das System ist denkbar einfach. An die ECoS wird über LAN ein WLAN Router angeschlossen. An diesen Router können sich theoretisch bis zu 255 Endgeräte anschließen. Dies können Smartphones als auch Tablets sein. Mit dieser Umgebung ist es möglich drahtlos die Fahrzeuge zu steuern. Wie schaut das im Details aus?
Zunächst benötigt man einen WLAN Router. Ich habe mich für das Modell TL-WR841N von TP Link entschieden. Router bekommt man bei ebay nachgeschmissen, ich habe knapp 6 Euro bezahlt.
Die passende App hat Erkan Valentin geschrieben. Die App ist für Android. Es gibt aber auch eine Apple Version, die hat Christian und kann sicherlich zur App verlinken. Die kostenlose (!) Android Version kann hier runtergeladen werden. Ein Upgrade kostet 1,19 Euro und kann hier runtergeladen werden. Damit erhält man Zugriff auf weitere Funktionen: Lokfunktionen über F7 sind erreichbar, Weichen, Signale und Fahrstraßen können geschaltet werden und die Geschwindigkeit kann über die Lautstärketasten geregelt werden.
Nach dem Installieren der App muss das WLAN am Smartphone eingeschaltet werden. Der Router wird aufgerufen und das Passwort eingegeben.
Danach wird die App gestartet und die Einstellungen aufgerufen.
Dort wird die IP der ECoS eingegeben.
Diese Einrichtung muss man nur einmalig machen.
Nachdem man auf "Connect" gedrückt hat, kann über die Pfeiltaste die Lokliste aufgerufen werden.
Und schon kann die Fahrt losgehen. Hinweis: Die Datenübertragung findet erst statt, wenn der Finger losgelassen worden ist. Also es ist nicht möglich mit dem Finger über den Schieberegler zu fahren und so die Geschwindigkeit feinfühlig zu ändern. Die Fahrstufe muss punktuell angetippt werden.
Wenn man die "Unsummen" von 1,19 Euro bezahlt (was ich natürlich sofort getan habe), erhält man Zugriff auf weitere Funktionen. Die interessanteste Funktion dürfte die Fahrstufenregelung über die Lautstärketasten sein. Hierzu kann im Menü die Schrittweite (in Fahrstufen) eingestellt werden.
Nun kann über die + und - Taste am Rand die Fahrstufe variiert werden.
Nun ist es möglich die Fahrzeuge "blind" zu steuern ohne auf das Smartphone Display zu schauen. Man kann sogar die Tasche zu klappen (sofern vorhanden). Ich bin begeistert und meines Erachtens ist ab diesem Punkt das Smartphone gleichwertig wie ein normaler Regler.
Weiterhin hat man Zugriff auf die Lokfunktionen bis F23.
Und auch möglich ist ein Schalten von Weichen, Signalen und Fahrstraßen. Dies ist zwar für die Forumbahn nicht nötig, aber für alle Interessierten auch hierzu eine Erklärung.
Leider erfolgt die Auflistung nach ID, also durcheinander und man sieht auch keinen Unterschied zwischen Fahrstraßen und Magnetartikeln. Bei kleineren Anlagen ist dies sicherlich nicht weiter tragisch, bei mittleren Anlagen wie bei meiner ist es nicht mehr möglich eine Weiche sofort zu finden und zu schalten. Zumindest nicht, wenn die Anordnung scheinbar zufällig erfolgt.
Magnetartikel mit mehreren Zuständen werden über einen Schieberegler geschaltet.
Betrieb
Wir haben uns auch Gedanken zum Betrieb gemacht.
interne Treffen
Auf internen Treffen wird meistens neben der Lok mit gelaufen. Hierzu wird der Akku des Smartphones beansprucht. Jedoch sind auch mit eingeschaltetem WLAN Akkulaufzeiten von einigen Stunden machbar. Wir haben am Sonntag mehr als eine Stunde getestet und mein Akkustand war auf etwa 80 %. Danach kann das Smartphone aufgeladen werden. Ich bezweifle sehr stark, dass man mehrere Stunden unterbrechungsfrei Modellbahn fährt. Irgendwann macht man ohnehin eine Pause und in der Zeit kann der Akku laden.
Ausstellungen
Auf Ausstellungen hat sich der stationäre Betrieb durchgesetzt. Hierzu bleibt das Smartphone stationär am Bahnhof und kann direkt mit dem Ladekabel verbunden werden. Somit ist ein unterbrechungsfreier Betrieb auch über den ganzen Tag möglich.
Meinungen dazu
Bevor jetzt gleich wieder alles kategorisch abgelehnt wird! Ich bin gewiss kein Smartphone Fan. Ich besitze zwar eins und nutze es sporadisch, aber gerade wenn es um die Modellbahn Steuerung geht, habe ich mich bisher um den Einsatz eines Smartphones gesträubt. Denn ich möchte Fahrzeuge "blind" steuern ohne aufs Display zu schauen. Wenn ich aber auf das Display schauen muss um zu sehen, welche Fahrstufen ich einstelle, dann ist dieser Komfort nicht mehr gegeben.
Die App ist aber absolut genial. In der Bezahl-Version (für die unerschwinglichen 1,19 Euro) kann man die Fahrstufen über die Lautstärketasten einstellen. Man kann also wirklich blind fahren. Ich habe es heute ausgiebig getestet und für perfekt gekürt. Und wenn ich das so schreibe, dann will das was heißen.
Wir haben es alle in Chemnitz probiert. Ich habe nur Begeisterung gehört. Wer so wie ich mit Smartphones eher weniger am Hut hat, dem rate ich vorher einmal das System zu testen, eher er gleich vernichtende Urteile in diesen Thread schreibt.
weitere Tests
Man sollte natürlich nicht den Tag vor dem Abend loben. In Chemnitz haben sich 8 Smartphones verbunden. Natürlich sinkt die Datenrate um so mehr Geräte verbunden sind. Hier gilt es herauszufinden, wo die praktische Grenze erreicht ist. Die Reichweite ist auf jeden Fall völlig ausreichend. Was die Leistungsfähigkeit angeht, so steht mit der ECoS auf jeden Fall ein sehr gutes Gerät zur Verfügung. Die 4A Ausgangsstrom haben für H0 und H0e gleichzeitig genügt. Weiterhin hat princo Alex einen ESU Booster mit 4A. Somit hätten wir jeweils für H0 und H0e 4A Ausgangsstrom. Meines Erachtens völlig ausreichend. Wenn die Einspeisung zentral in Lödderitz erfolgt, so dürfte der Spannungsabfall nicht so groß sein, dass am Ende nichts mehr über bleibt. Wir nutzen ja Leitungen mit großem Querschnitt und guten Steckverbindungen.
Um weitere Tests durchzuführen möchten wir gerne in Kleineibstadt die WLAN Umgebung ausführlicher testen. Es braucht niemand Angst haben, Roco Xpressnet wird als Rückfallebene auch eingepackt. In diesem Zusammenhang ist im kleinen Kreis auch nochmal Bietigheim-Bissingen gefallen. Dort wäre es möglich auch über mehrere Wochen das Arrangement aufgebaut zu lassen. Ich werde hierzu im neuen Jahr nochmal fragen. Um das WLAN zu testen wäre es nicht mal notwendig möglichst viel Fahrstrecke aufzubauen, sondern möglichst viele Smartphones anzuschaffen.
Sollte das System wirklich gut funktionieren, so halte ich dies für eine gute Endlöung. Überlegt euch bitte mal, wie viel Zeit für den Aufbau der Roco Umgebung flöten geht. Viele werden dies wahrscheinlich nicht wissen, da sie mangels Kenntnis noch nie am Aufbau mitgewirkt haben. Dies ist auch durchaus in Ordnung, nur bedeutet es für die meistens zwei bis drei Personen enormen Aufwand und vor allem Stress, wenn es mal wieder nicht funktioniert und 30 Mann im Rücken nörgeln.
Der Aufbau wird ziemlich einfach, denn es gilt nur noch den Fahrstrom zu verbinden. Ansonsten sieht es dann sehr ordentlich unter den Modulen und v.a. am Fußboden aus.
Dieser ganze Krempel bleibt uns dann erspart.
Statt dessen benötigen wir nur noch das hier:
Weiterhin könnte man sich die Kosten für neue Regler sparen. Ein Smartphone ist mittlerweile in fast jedem Haushalt vorhanden. Die 1,19 für die App ist absolut zu vernachlässigen. Und selbst wer kein Smartphone hat, die Geräte gibt es gebraucht für 70 Euro oder sogar weniger zu kaufen. Für diesen Zweck genügt ein absolut einfaches Gerät, nur WLAN sollte es können. Und im Endeffekt muss man sich nur die Frage stellen: Kaufe ich mir für 70 € einen neuen Regler oder ein Smartphone.
Fröhliche Weihnachten euch allen, für iOS gibt es eine lite Version und eine kostenpflichtige, für Windows-Phone gibt es nur eine Bezahlversion. Genaueres gibts dann nach den Festtagen.
Ein frohes Fest wünscht euch Christian
-Wenn man klug ist, ist es leicht Dummheit vorzutäuschen, das Gegenteil ist schon schwieriger!
danke für die äußerst gute Aufbereitung, Dominik. Nachdem wir mit der Notlösung fahren konnten, habe ich, wie bereits von Dominik erwähnt teilweise Verzögerungen in der Signalübermittlung des Busses festgestellt. So kamen die Befehle zum schalten der Beleuchtung bspw. dann ca. 5 Sekunden verspätet im Decoder an.
Die Idee, einen kurzen Test mit der ECoS und Smartphones durchzuführen fand ich grandios. Ebenso die Stabilität und die Einfachheit der Steuerung. Ich hatte das mit der iOS-App "TouchCab" schon vorher mal probiert, bevor meine ECoS dann ins Schwabenländle ging.
So gesehen konnten wir das gesamte Arrangement von 65 Metern mit der ECoS stabil versorgen lassen und mit den Handys steuern. Mir hat das so außerordentlich gut gefallen.
und danke Domnik fuer deine sehr ausfuehrliche Schilderung der Erfahrungen in Penig, sowohl mit Roco als auch der Ecos und natuerlich den generellen Gedanken (Loconet, Begrenzung der Streckenlängen) dazu , wie man die Steuerung bei der FB in den Griff bekommen kann.
Meine Meinung zum WLan: In Penig hatte ich das erste Mal eine Lok mit einem Phone gesteuert. Eher skeptisch nahm ich das Teil in die Hand. Handling = easy, selbst rangieren klappte praezise. Betriebsbereitschaft: Innerhalb weniger Minuten fuhren die Zuege ohne Stoerungen...........kein Vergleich zu Freitag, wo uns Booster und Xpressnet Sorgen ueber Stunden (natuerlich mit Aufbauzeit) bereiteten.
Meine Skepsis ist nach wenigen Sekunden verflogen. Bis hierher eine tolle Sache.
Zwei Punkte, die geklaert werden muessen: - Stabilitaet und Reaktionsfaehigkeit des WLan muss auch bei mehr Teilnehmern gewaehrleistet sein - Das Smartphone darf waehrend der Betriebszeit nicht zum Telefnieren verwandt werden, vulgo es geht der Trend zum Zweitphone (bei Ebay z.B. ab 30,- fuer gebrauchte Geraete mit Kratzern an der Huelle)
Ich bin dafuer, dieses System zu testen und weiterzuverfolgen.
Nein ich bin allem neuen gegenüber offen. Aber ich habe mich bisher erfolgreich gegen ein Smartphone gewehrt. Da es Locnet ist (oder?) sind wir erst mal auf dem sicheren weg. Braucht man eine Simkarte? Ein Altgerät kann ich mir sicher besorgen. Zur Not gibt es eins aus der Familie. Meine MM ist ja auch für meine Heimanlage und war daher keineswegs umsonst. Nur die Rocozentrale wird noch irgendwann ausgetauscht.
Die Sache mit den Verzögerungen kriegt man aber nur mit Boosterabschnitten in den Griff. Über solche Sachen haben wir uns im Club schon oft unterhalten. Und ich denke, das der Materialmix, den wir beim Roconet/Xpressnet hatten auch sein übriges dazu getan hat. Hier sollten wir von Anfang an auf einheitliches Material setzen.
Von mir also ein klares "JA" zum Loconet. Die WLAN-Geschichte klingt ebenfalls sehr interessant und wir sollten das in jedem Fall ausgiebig testen.
Ansonsten noch an alle ein frohes und besinnliches Weichachtsfest.
Guten Morgen zusammen, Wow Dominik, ein flammendes Plädoyer für das Smartphone, aber ich glaube wer auf jedem Treffen mit dem herkömmlichen Aufbau betraut wird und man dann aber gesehen hat wie unkompliziert die WLAN Variante lief, der kann nur Feuer und Flamme für das neue Sytem sein :-)
Also ich bin auch durch und durch FÜR die WLAN Geschichte. Den letzten Zweifel hat bei mir Deine Aussage dass man über die Lautstärketaseten die Lok steuern kann...
Den Ecosbooster kann ich jederzeit auf Wanderschaft zu Treffen schicken auch zu denen an denen ich nicht Teil nehme.
@Andreas, Nein SIM Karte brauchst nicht, ist sogar fast besser wenn keine drin ist, dann wirst nämlich auf jeden Fall NICHT angerufen während du eine Lok steuerst. Das ist nämlich die einzige Gefahrenquelle.
Viele Grüße und schöne Weihnachten
Alex
"Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen."
auch ich war skeptisch, was die Steuerung mit dem Smartphone betrifft, mag ich doch lieber das olle Drehrad an der Multimaus, um die Loks schön steuern zu können.
Was mich am meisten überzeugt hat, war die schnelle Installation der Digitalumgebung, das hat nicht mehr als 20 Minuten gedauert, wovon 15 für das Einpflegen der Loks draufgegangen ist, was ja das nächste Mal entfällt. Dazu fällt noch das Stöpseln weg.
Die Steuerung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, ist ja doch eine kleine Umstellung, aber schon nach 5 Minuten ging das mit dem Smartphone genauso gut.
Zusammengefasst:
Pro
[*] betriebsicher (60m Strecke, 8 Geräte) [*] alle iOs und Androidgeräte mit WLAN (also auch MP4-Player und iPod's) [*] weniger Aufwand, da nur die Ecos angeschlossen werden muss, keine Kabel mehr [*] mehr Zeit zum Fahren [*]Busproblem entfällt [*]eine "vollwertige" Zentrale
Kontra
[*] max. Zahl der Endgeräte unbekannt [*] Gefahr eines Anrufs [*] evt. neue Investition
Mein Vorschlag:
Lasst und diese Umgebung testen, und die MM als Rückfallsystem bereithalten. Vielleicht kann man sogar Kontakt mit dem Entwickler aufnehmen, um die App noch zu erweitern.
Es gab übrigens keinen der Teilnehmer vom Wochenende, der dann gerne auf die MM zurück gehen wollte.
Weihnachtliche Grüße
Micha
[ Editiert von Moderator MichaB am 25.12.13 9:37 ]
erstmal habe ich in meinem gestrigen Bericht mal die Buchstaben sortiert. Es ist leichter, die Lok mit einem Tablet zu fahren als anständig darauf zu schreiben.
Noch was Positives zur WLan-Geschichte: Unsere derzeitige Verfahrenweise mit Lokkarten und Adresseinstellung kann fast unverändert bzw. leicht modifiziert übernommen werden. Die PG Digital oder, da wir ja erst in der Testphase sind, Dominik und ich, werden das mal schriftlich skizzieren, gelle Dominik.
Zitat Mario:
ZitatIch hätte auch 10 Fredis und einen Fred von Uhlenbrock zur Hand und neue Fredis sind gerade im Bau. Aber so wie es sich abzeichnet werden die wohl nicht benötigt.
Sicher werden wir erstmal das WLan-System beim nächsten Treffen ausprobieren. Dazu fehlen aber noch mehr Erfahrungen zur Leistungsfähigkeit. Wer weiss, ob es unseren Anforderungen entspricht. Wenn es nämlich nicht klappten sollte, müssen wir weiter suchen.
Nachteilig zum Loconet/Fred sehe ich derzeit ganz klar die Beschaffungskosten für Neugeräte, speziell der Fred(i)s. Denn bei den meisten Mitspielern in der FB ist das Xpressnet das auch zu Hause verwandte Bussystem.
Allerdings sollte man sich auch ganz klar vor Augen halten: Was nützt es, wenn wir uns treffen und dann nicht anständig fahren können. .........und das ist der aktuelle Zustand bei der Verwendung der Roco-Geräte. Gerät ist da, aber es läuft nicht richtig.
@MichaB:
ZitatGefahr eines Anrufs
Hier sollten wir schon von vornherein einen Riegel vorschieben. D.h. dass während es Fahrens die Telefonfunktion immer deaktiviert (z.B. Entfernung der Sim-karte) ist. Oder man beschafft sich ein Zweitgerät für schmales Geld.
Mit dem programmbedingten Anlegen einer Bibliothek entfällt quasi EMEL und somit auch ESEL. Natürlich wäre es schön, wenn man noch paar alte Smartphones für Mitspieler ohne eigenes Phone als Reserve (=Pool) hätte.
Du Alex und ich hatten ja das Thema Steuerung via Smarfon schon in FRA angesprochen, da die Spur 0 Anlage am anderen Ende der Halle, auf dieser Ausstellung störungsfrei damit betrieben wurde.
Um so mehr freue ich mich, dass ihr dies nun auch erfolgreich testen konntet
Ich finde das genial und seien wir echt mal ehrlich, wer heute noch kein SF hat, ist selber schuld
da mein Vertrag bald ausläuft und mir wieder ein neues SF zulegen werden, kann ich auch gerne mal für ein Treffen ein LeihSF für jemanden zur Verfügung stellen.
Ich bin dabei Männer
Den einzigen Nachteil den ich jetzt hier sehe, ist dass wir irgendwo eine SF-Ladestation einrichten müssen. dass Bedeutet mehrere 230V Stromanschlüssen sicher zur Verfügung stellen müssen, dass ist aber auch das einzige.
schön, dass die Steuerung mit Smartphones und WLAN funktioniert hat. Wie Micha schon schrieb, gehen iPods auch, da besteht dann wirklich keine Gefahr, angerufen zu werden.
Wenn Booster für die Ecos zur Verfügung stehen, bekommen wir auch ein größeres Arrangement versorgt, das ist prima.
Ich mag die Steuerung mit dem Telefon nicht, schließe mich aber selbstverständlich der Mehrheit an, wenn wir das als System beschließen.
Ich denke, wir sollten noch ein paar Dinge im Auge behalten:
- Der Entwickler von TouchCab schreibt auf seiner Seite, dass die höchste Zahl gleichzeitig eingesetzter Regler bis jetzt acht sei. Wir sollten also mal ausprobieren, wie das Ganze funktioniert, wenn wir 10, 15 Telefone gleichzeitig ins WLAN eingebucht haben.
- Was passiert, wenn der Router, warum auch immer, aussteigt? Fahren die Loks dann mit der eingestellten Geschwindigkeit weiter oder halten die automatisch an?
- Thema Sicherheit: Können wir das WLAN so zunageln, dass nicht ein böswilliger Besucher Zugriff auf unsere Loks bekommt? "Witzbolde" gibt es immer wieder.
Ansonsten kann man auch mit anderen Zentralen und WLAN fahren, Lenz bietet da ein Interface an und auch eine CentralStation von Märklin ginge dafür.
[beleidigte leberwurst modus ein] Ich schiebe grade einen tierischen Frust:
Eigentlich habe ich mir die Multimaus mit Zentrale und LN-Buchsen nur für die Forenbahn besorgt, denn meine Fahrzeuge haben alle Multiprotokolldecoder, so dass ich zuhause meine MS verwenden kann. Die Ausgaben für MM, Zentrale und Buchsen (braucht man ja bei WLan nicht, oder?) sind nicht übertrieben viel Geld, aber wenn wir umstellen, ist es trotzdem für die Katz. Davon, dass ich das Zeug verlustfrei loswerde, ist nicht auszugehen.
Darüber hinaus habe ich mir vor ein paar Wochen meine erste 2L-Normalspurlok bestellt, die ich definitiv nur auf der Forenbahn benutzen kann. Die wird dann mal eben 70€ teurer, wenn ich mir noch ein Smartphone kaufen muss. Denn: in meinem Haushalt gibt es keins.
So. Frust ausgesprochen.
Außerdem: Wir fahren seit Lödderitz mit der MM, das ist grademal ein gutes Jahr her. Jetzt stellen wir die Steuerung um auf WLan mit Router. Das geht ja schneller als bei Microsoft (ist aber nicht abwärtskompatibel). Da warte ich erstmal ab, ob das neue System auch sicher funktioniert, bevor ich eine neue Ausgabe tätige. [/beleidigte leberwurst modus aus]
Ich denke Loconet verwenden sie auch beim Fremo? Warum dann nicht gleich auf den Fred umstellen? Da können wir auf die Erfahrungen anderer bauen und brauchen nicht das Rad ein drittes Mal zu erfinden.
Ach, noch eine Frage: Gibt das die App auch für Windows-Phones? Ich meine gehört zu haben, dass auch Firefox ein OS für Tablets hat. Wie sieht es da aus?
Guten Morgen, wie angekündigt hier ein paar Tipps von mir. Erst einmal möchte ich sagen, das dies kein Kontra ist:
ZitatGepostet von MichaB [*] Gefahr eines Anrufs
Nicht deshalb:
ZitatGepostet von ductore @MichaB:
ZitatGefahr eines Anrufs
Hier sollten wir schon von vornherein einen Riegel vorschieben. D.h. dass während es Fahrens die Telefonfunktion immer deaktiviert (z.B. Entfernung der Sim-karte) ist. Oder man beschafft sich ein Zweitgerät für schmales Geld.
Sondern weil man auch einfach den Flugmodus aktivieren kann. Den findet ihr in den Einstellungen, ist also ganz eifach wenn man weiß wie's geht.
Zu den Apps: Android: *hier möchte ich bitten mir dies via PN mitzuteilen, dass ich es hier aufnehmen kann*
iOS: TouchCab, es gibt eine lite und eine Vollversion, welche aber 6 oder 7 Euronen kostet, mit der lite kann man 128 Fahrstufen und F0-F7 regeln, der Flugmodus befindet sich in den Einstellungen ganz oben. Bei Bedarf kann ich davon einen Screenshot einstellen.
Windows Phone: ECOS CAB, diese App habe ich mir nicht geholt, da ich einen iPod besitze und es hier nur eine Bezahlversion für 7€ gibt. Auch hier wären eure Erfahrungen, wenn sich jemand diese App geholt hat hilfreich. Der Flugmodus ist die 9. Einstellung von oben, also ganz bischen runterscrollen.
Zur Akkulaufzeit: Die ist bei heutigen Smartphines ausreichend, aber wer auf Nummer sicher gehen möchte kann sich ein Akkupack zulegen. Habe ich auch und die Teile sind wirklich praktisch.
Einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag wünscht Christian
Edit: Tippfehler verbessert
[ Editiert von Bahnfan000 am 25.12.13 11:29 ]
-Wenn man klug ist, ist es leicht Dummheit vorzutäuschen, das Gegenteil ist schon schwieriger!
dann klopp mal das MM-Zeugs in die Tonne und besorge dir einen Fredi für deine erste Lok und dann weitere Fredis für die zweite und dritte usw. und, sofern du noch eine Betriebsstelle bauen willst, einen Booster.
Viel Spass bei den Ausgaben!
Und nochmal:
ZitatAllerdings sollte man sich auch ganz klar vor Augen halten: Was nützt es, wenn wir uns treffen und dann nicht anständig fahren können.
1. Das MM-Zeug wirst du schon los, ist ja ein gängiges Heimsystem.
2. Ausserdem spricht nichts dagegen, wenn ihr in HOm weiter mit Regler fahrt. Denn diese Strecke wird durch die MM locker abgedeckt.
So, und jetzt esse mal die Leberwurst, bevor sie schlecht wird.
ZitatAußerdem: Wir fahren seit Lödderitz mit der MM, das ist grademal ein gutes Jahr her.
Nicht ganz richtig, aber lasen wir mal so stehen.
ZitatJetzt stellen wir die Steuerung um auf WLan mit Router. Das geht ja schneller als bei Microsoft (ist aber nicht abwärtskompatibel)
Gerade bei dem Zusatz spricht der M-Bahner (Neuste Lok auf Blechgleisen) in dir
@All: Das unter Pkt 1 aufgeführte gilt für alle, die jetzt denken, Geld mit der MM verbraten zu haben. Ich habe mir übrigens auch zwei MM angeschafft. Natürlich ist uns bewusst, dass eine Umstellung Geld kostet. Das WLan ist aber die derzeit günstigeste Möglichkeit (1,19 € + optional Tablet/Smartphone), eine Umstellung durchzuführen. Eine Investition in eine Loconet-Umgebung ist wesentlich teurer, abgesehen davon, dass wir das Prinzip EMEL, d.h. für jede Lok einen eigenen Regler (Für Besitzer von Loks heißt das dann: 1 Lok = 1 Regler, 5 Loks = 5 Regler), durchführen müssten.
Abgesehen davon ist ja noch im Gespräch das MM-System als Rückfallebene vorerst zu nutzen.
ZitatGepostet von ductore dann klopp mal das MM-Zeugs in die Tonne und besorge dir einen Fredi für deine erste Lok und dann weitere Fredis für die zweite und dritte usw. und, sofern du noch eine Betriebsstelle bauen willst, einen Booster. (...)
Nicht ganz: Man braucht für jede Lok, die man einsetzen möchte, einen Fred. Wenn Du also nur zwei Loks zu einem Treffen mitbringst, brauchst Du auch nur zwei Freds. Wenn Du nur zwei Loks gleichzeitig auf dem Arrangement stehen hast, reichen auch zwei Freds. Wenn Du die Loks tauscht, bekommen die Freds die passende Adresse und dann kannst Du mit zwei anderen Loks fahren.
Das ist natürlich immer noch mehr Geld als eine App kostet, aber durchaus überschaubar.
Der Nachteil der Freds ist, dass wir unser gerade so schön eingespieltes System für Ausstellungen nicht mehr nutzen könnten.
natürlich hast du recht mit dem, was du geschrieben hast. Ich habe es auch überspitzt dargestellt....wobei ich kein Freund von Umprogrammierereien während des Fahrbetriebs/Treffen bin und es als illusorisch ansehe, dass sich die Mehrzahl der Mitspieler (anders als z.B. bei anderen Gruppierungen ) auf zwei Loks pro Treffen beschränkt bzw. die Umprogrammiererei möchte.
Da ist das System MM mit der schnellen und freizügigen Adresseingabe doch besser.....und diesen Vorteil hätte auch die App.
Nichts desto trotz: Bevor die von Frank angesprochenen Punkte bezüglich Sicherheit und Verwendungsbreite usw. geklärt sind, werde ich auch keine grösseren Investitionen tätigen. Da bin ich mir mit Jörg einig. Gelle Jörg Denn eins haben wir gemeinsam: Isch habbe auch keine Smartephone