Tatsächlich hat Prefo zur damaligen Zeit die Dreistigkeit besessen, einen Bi33 der DR anzubieten. Spätfolgen sind noch im Internet zu bestaunen. Nun muss man Brawa, wie in so vielen Fällen, danken, dass sie den Bastler vor Müh´ und Kosten bewahren und einen Bi 33 anbieten. Damit würde sich im Grunde die Diskussion erübrigen. In dem Prefo-wagen könnte man, dank der quadratischen Fenster, einen ex Ci33 vermuten. Bei dem originalen Bi31 waren die Fenster etwas breiter. Aber Freunde! Bereits ab dem Ci32 reden wir von einer geschweißten Konstruktion! Die Dachenden sind bei allen Ausführungen verjüngt. Der Grund mag in dem großen Überstand des 13,0m langen Wagens im Verhältnis zum 6,2m langen Achsstand liegen. Zwecks Nietenzählen empfehle ich bei der Höllentalbahn zu googlen, oder so:
erstmal danke für die vielen Hinweise und Antworten zu den "Originalen".
Nun, inzwischen weis ich das die HERR/PREFO/PIKO Wagen nicht ganz vorbildgetreu sind, oder vielleicht sogar Vorbildfrei, aber dennoch waren sie mir einfach zu schade für die "gelbe Tonne".
Da mir die Wagen trotzdem gefallen und ich sie künftig auf meiner neuen Anlage mit der 86er oder 91er einsetzen will, habe ich mir eben die Mühe(n) gemacht und die ollen Kadaver aufgehübscht und ich muss sagen, der VORHER - NACHHER-Vergleich ist schon erstaunlich, was mit relativ wenigen Mitteln aus den Kisten noch auszuholen ist.
Da heute recht früh meine Kleinteile wie Signalscheibenhalter etc. eintrafen und ich heute frei habe - ausnahmsweise - habe ich natürlich gleich begonnen die letzten Teile anzubringen. Leider sind die gelieferten Lösezüge zu kurz, daher habe ich letztendlich doch auf dieses Detail verzichtet, stört aber auch nicht.
So hier nun die Ergebnisse der Verbesserung am Packwagen und am Personenwagen:
Beim Packwagen habe ich zudem noch einen neuen Batteriekasten angefertigt - aus Polystrol - und drunter gesetzt. Auch alle Aufstiegstritte am Packwagen sind komplett neu entstanden - ebenfalls aus Polystrol. Bei den Personenwagen habe ich die Trittstufen vom "alten" Kupplungshalter abgetrennt da diese aus Metall sind. Neue Bohrungen gesetzt und dann von unten eingesteckt und eingeklebt. So brauchte ich bei den 3 Personenwagen keine neuen Tritte aus Polystrol anfertigen.
FAZIT: Auch wenn die Wagen nicht ganz vorbildentsprechend sind, durch die ausgeführten Arbeiten gewinnen sie dennoch enorm an Optik und passen nun bestens zu Modellen aus neuerer Zeit. Mir genügt es und auf die Anlage passen sie auch. Was will ich mehr? Auch wenn die neuen BRAWA Bi33 sicher tolle Modelle werden, aber die kosten auch ne Stange Geld und ich hab nunmal keine Gelddruckmaschine oder nen Goldesel im Keller. Dafür habe ich Spaß am Umbau und schone meine Hobbykasse.
ZitatGepostet von ulfilas Tatsächlich hat Prefo zur damaligen Zeit die Dreistigkeit besessen, einen Bi33 der DR anzubieten.
Wenn schon von Dreistigkeit die Rede sein soll, dann ist diese der damaligen Firma Herr KG in Berlin zu unterstellen. Allgemein das als Dreistigkeit hinzustellen halte ich für nicht angebracht.
Du freust dich bauf den neuen Bi33 von BRAWA. Ich auch. Aber dazu ist anzumerken, dass es sich im Grundsatz um ehemalige Ci und BCi handelt die beide 1956 bei der DR zum Bi geworden sind. An diesen Modellen gibt es Unterschiede zu dem alten Herr-Modell. Zum einen die Dachenden und am ehemligen Ci-Wagen die Lage des Abort.
Den alten Herr-Wagen gab es so vom Erscheinungsbild. Ich kenne einige Bilder dieser Wagen als Beiwagen für VT. Über einige Anschtriftenvarianten an den alten Modellen brauchen wir uns unterhalten. Da wurde einiges verwustet. Das machen heute auch noch die Hersteller.
Die Stammnumer 344 vorn sagt aus, ehemaliger VB-Wagen. Da ist dann auch richtig an diesem Modell. Bi übrigens auch.
Wann und welche VB zu normalen Personenwagen wurden bei der DR ist mir nicht bekannt. Das Thema ist allgemein relativ unbeleuchtet auf Grund der Quellenlage. Es fallen aber allgemein zwei Ausmusterungswellen bei den VB-Wagen auf. Zum einen 1946 und 1955. Die Wagen die 1946 ausgemustert wurden waren vermutlich Totalschäden. Dieser Umstand schließt aber einen späteren Aufbau zu Personenwagen nicht aus.
Wieso diese Wagen umgebaut wurden lässt sich auch nur vermuten. Sicherlich wollte man den Mangel an Personenwagen mildern. Beim Umbau war es übrigens nicht mit nur grüner Farbe getan. Alle VB-Wagen hatten übrigens keine Dampfheizung und waren so allgemein nicht so einfach als normaler P-Wagen einsetzbar.
ZitatNun muss man Brawa, wie in so vielen Fällen, danken, dass sie den Bastler vor Müh´ und Kosten bewahren und einen Bi 33 anbieten.
Etwas vom Ursprungsthema abweichend, aber: Was spricht gegen die Sachsenmodell/Tillig Wagen? Oder Märklin? Die gibt es gebraucht sehr günstig und liessen sich auch verbessern.
Gibt es irgendwo einen Beleg, dass diese Griffe (oder was das eben darstellen soll) auf dem Dach von Packwagen angebracht waren? Ich habe soetwas noch nie gesehen und hätte die eher unter den Puffern für die Rangierer erwartet.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Gibt es irgendwo einen Beleg, dass diese Griffe (oder was das eben darstellen soll) auf dem Dach von Packwagen angebracht waren? Ich habe soetwas noch nie gesehen und hätte die eher unter den Puffern für die Rangierer erwartet.
Dankeschön, wieder was gelernt, obwohl ich mir nicht so richtig vorstellen kann, zu was die Dinger gut waren.
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Hallo Thomas, die Griffe dienten den Zugführern zum festhalten, während sie die Oberwagenlaternen aufgesteckt haben (Packwagen liefen zwar in der Regel hinter der Lok...aber)
Aber dann kann die Höhe der angebrachten Owala-Halter nicht passen. Wenn man da etwas einstecken will, braucht man die Griffe auf dem Dach (und auch die Leiter) auf keinen Fall. Dann gehören die Halter auch nach oben (wie auch bei anderen Pack-/Personenwagen schon gesehen) und dann machen auch die Leitern wieder Sinn. Da die Leitern auch an den Personenwagen zu finden sind, müssten doch auch da die Owala-Halter weit oben sein. Gehören dann auch Griffe dort auf das Dach? Oder habe ich einen Denkfehler drin?
Thomas
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.
Da hast du dir ganz tolle Wagen gebaut, bzw. umgebaut. Das hat sich wirklich gelohnt. Nicht nur in der Optik, aber auch in der Spaß die man dabei hat. Zur Überlegung das der Prefo Originalwagen nach heutigen Bedürfnisse vielleicht nicht mithalten kann: zu der Zeit bauten Fleischmann und Märklin noch Blechwagen!
Bei dem Vorbild-Wagen dürfte es sich um einen ehemaligen Beiwagen 3. Klasse (Cv-33) gehandelt haben, der hin und wieder an Triebwagen gehängt wurde. Ich meine, im Triebwagen-Report sind da Infos zu. In den gängigen Reisezugwagen-Skizzen findet man diese Wagen nicht.
Viele Grüsse
Steffen[/b]
Der Wagen von HERR (übrigends eines der ersten Fahrzeuge welches überhaupt in Plaszspritzguß* gefertigt wurde) ist ein ehemaliger Cv-33, welcher als Beiwagen für den Triebwagenverkehr gebaut wurde und einst in rot-creme lackiert fuhr. Es ist durchaus möglich, daß die DR nach dem Krieg einige Wagen in grün lackierte und als normale Personenwagen einsetzte. Bildlich nachgewiesen sind solche Wahen in rot-creme als auch on rot mit weißem seitliche Streifen auf der unteren Seitenwand in der Altmark hinter BR64 oder 106!
Im Triebwagen-Report, Bd.2, S.50 / 51 sind Einzelheiten zu zweiachsigen Beiwagen für VT aus den Jahren 31-33 geschildert. Die 140 001-048 gelangten in die DDR. Hier bei handelt es sich um BCv32. Die Fensteranordnung des Prefowagen würde dazu nicht passen.
Von den VB 140 003-004, 010-031, 049-069 gelangten noch 15 Fahrzeuge in den Bestand der DDR. Anhand eines Fotos des 140 049 Erfurt aus dem Jahre 1966 ist zu erkennen, dass es sich hierbei um eine geschweißte Ausführung handelt. Die Farbgebung ist anscheinend elfenbein / rot mit Zierstreifen. Die Fensteranordnung weist ein Toilettenfester im Endbereich auf, anders als bei dem genannten BCv32, mit der Toilette in Wagenmitte. Meine zu Beginn geäußerte Kritik über die Ausseneinfassung der Fenster mit "Messingrahmen" bleibt davon unbenommen. Diese "modernen" Konstruktionen besitzen eine fast mit dem Außenblech abschließende Verglasung. Gruß Wolfgang
So und die letzte Arbeit ist auch an den Wagen erledigt, die alten PREFO Radsätze sind von mir nun komplett runderneuert worden. Erstaunlicherweise wiesen diese schon das NEM Profil auf, jedoch hatten sie starke Rillen in den Laufflächen. Nachdem ich jeden einzelnen Radsatz - wie bleibt mein kleines Geheimnis. Nein nicht abgedreht, ich hab da eine eigene Methode entwickelt um aus den alten PREFO/PIKO Radsätzen wieder erstklassige Radsätze zu machen - runderneuert habe, laufen die genau so gut wie die Radsätze von LUCK!! Kein eiern, kein rumpeln, kein kratzen, samtweiche und sehr leise laufen die Wagen jetzt.
ZitatGepostet von ulfilas Anhand eines Fotos des 140 049 Erfurt aus dem Jahre 1966 ist zu erkennen, dass es sich hierbei um eine geschweißte Ausführung handelt.
Frage: Wieso hat der von dir genannte Wagen 140 049 im Bereich der Fenster, der Stirnfronten und auf dem Dach Nieten? Das bei geschweißter Ausführung? Die Seitenwand unter dem Fenster hat aber keine erkennbaren Nieten. Vermutlich wurde dieser Bereich mal ersetzt....
Hallo Thomas, bitte vergleiche dann doch mal Abb.106, 107 mit der Abb. 109. Besonders der Bereich des Fahrwerks mit den äußeren Längsträgern! Das bei der geschweißten Konstruktion immer noch genietet wurde, liegt wohl an dem "techn. Fortschritt". Aus welchem Material die Dachhaut besteht, ob die überhaupt geschweißt werden konnte, weiß ich nicht. Hierzu vergleiche man den Steuerwagen zum ET90 oder die vierachsigen D-Zugwagen der Bauart35 aus dem Jahr 1936, bei dem die Dachhaut ebenfalls genietet war. Im Fensterbereich kann ich keine Nieten erkennen. Aber auch hier möchte ich auf einen anderen Wagen, denC4i-32c, der an den Stirnseiten noch einzelne Nietungen zeigt, trotz geschweißter Bauart. Das Auswechseln einer kpl. Seitenwand halte ich für unwahrscheinlich. Allerdings hat die DR den Bi29 zu den Baai umgebaut. Dabei wurde die Außenbeblechung vollständig erneuert. Ebenfalls wurden Klappfenster eingebaut (mit abgerundeten Ecken). Gruß Wolfgang Gruß Wolfgang
ZitatEtwas vom Ursprungsthema abweichend, aber: Was spricht gegen die Sachsenmodell/Tillig Wagen? Oder Märklin? Die gibt es gebraucht sehr günstig und liessen sich auch verbessern.
Die Sachsenmodelle/Tillig Wagen sind nichts weiter als die verbesserten Herr Wagen. Nur Die mit den eingezogenen Dächeren wurden neu bzw. weiter entwickelt. Prefo (Vorgänger von SM) hatte seinerzeit noch angefangen die Wagen mit KKK auszurüsten.
Viele Grüße Steffen
DR Ep.III und IV, Pilz Standard und Tillig Elite, Digikeijs DR5000, DR4088/LN CS, DR4033, DR4018, WDec04b, Zimo, ESU, Kres FlexDec, I-Train Plus; TCB , Programmer: ESU, MXULFA, Lenz, D&H Schaut mal hier rein: Modellbau Club Jahnsbach Offizieller Sponsor der Modellbahnproduzierenden Industrie
Ich bezog mich auf die vorgeblich super zu werdenden neuen Brawa Wagen aus "ulfilas" Beitrag und deren schon jetzt erhältliche Gegenstücke von SaMo/Tillig oder Märklin, also die mit den eingezogenen Dächern (Ci33, BCi34 usw). Was ist an denen so schlecht gegenüber den noch zu erscheinen Brawa Wagen?
per Mail zu erreichen. Ich finde jetzt die Liste nicht, aber es gab Fenstereinsätze für Piko VT135/VB140, Bi24(Piko alt), Bi33(Piko alt), BR 98.0 Rivarossi (alt) und SVT 137 (Gützold).
Thomas
[ Editiert von topla am 08.06.13 21:43 ]
Das Schöne an einheitlichen Standards ist es, dass es so viele verschiedene davon gibt. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es sinnlos ist, sich aufzuregen.