seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit dem Bau meiner Anlage. Hierbei geht es leider sehr langsam voran, und ich bin derzeit noch mit der "Unterwelt" (Schattenbahnhöfe) beschäftigt.
Bevor es an den Bau der "Oberwelt" gehen kann, möchte ich u.a. den Endbahnhof ggf. noch optimieren. Überlegungen dazu im Thread über den Bau meiner Anlage haben zwar weitergeholfen, aber vielleicht sind die Optimierungsmöglichkeiten doch noch nicht ausgeschöpft. Daher stelle ich das Projekt jetzt hier noch einmal zur Diskussion und bitte Euch um Eure Unterstützung.
Planungsstand, Betriebskonzept
Der Endbahnhof befindet sich ca. 20 cm oberhalb des Anlagenniveaus. Optisch liegt er am Ende einer eingleisigen Nebenstrecke (NS), die aber physisch im Tunnel in einer Gleiswendel fortgesetzt wird und schließlich verdeckt in die zweigleisige Hauptsstrecke einmündet. So kann die Nebenstrecke auch von langen Zügen befahren werden, die nicht in den Endbahnhof passen würden. Sie kommen vor dem "doppelten Hosenträger" (rechts im Bild) wieder auf die Hauptstrecke zurück. In Gegenrichtung mündet die Hauptstrecke (HS) ihrerseits in eine Gleiswendel, die zu den Schattenbahnhöfen führt (in u.a. Gleisplan zwecks Übersichtlichkeit weggelassen).
Der Endbahnhof hat den Charakter eines 3gleisigen Staatsbahnhofs mit Gleisverbindung zu einer Privatbahn für Übergaben. Sie erreichen den Endbahnhof jeweils durch einen Tunnel. Die Staatsbahn fährt den Bahnhof vorwiegend mit Personenzügen an, die von der Staatsbahn betriebene Drehscheibe dient zum Wenden der Lokomotiven. Die Privatbahn bedient die Rückseite des Empfangsgebäudes vorwiegend mit Triebwagen und betreibt ansonsten die Bereitsstellung von Güterwagen zur Übergabe an die Staatsbahn.
Ich würde mich sehr über Eure Meinungen und Vorschläge zum Gleisplan freuen.
ZitatDie Privatbahn bedient die Rückseite des Empfangsgebäudes vorwiegend mit Triebwagen und betreibt ansonsten die Bereitsstellung von Güterwagen zur Übergabe an die Staatsbahn
die Güterzüge dürfen aber bei dem Plan nichtz länger als ein Wagen sein ...
Wie wäre es, wenn du Drehscheibe und Gleis vertauschst?
Problem, dann muss jede Lok über die Drehscheibe ...
Außedem denke ich, dass das oberer Stumpfgleis eigentlich als Schutzgleis neben Gleis 4 gehört, die ist sber nur mit einer weiteren DKW machbar, leider.
vielen Dank für Deine Vorschläge. Auf Deinen Zeichnungen gefällt mir besonders die weiche Linienführung mit schlanken Weichen. Der Zugewinn für das Übergabegleis ist allerdings gering: 88 cm statt bisher 85cm. Allerdings wäre das Übergabegleis so im "neutralen" Bereich, d.h. man bräuchte nicht über mehrere Staatsbahnweichen fahren.
Wenn ich Deinen ersten Vorschlag in meine WinTrack Vorarbeiten übertrage, wird es aber leider eng: Die Drehscheibe bekomme ich vielleicht noch unter, aber nur mit Quetschen. Dann kommt sie noch näher an das Übergabegleis heran, selbst wenn seine Krümmung etwas schärfer würde. Eine Frage stellt sich noch: Würde man beim Vorbild eine Weiche direkt an eine Drehscheibe anschließen, die selbst diese Funktion übernehmen könnte?
Wenn ich Deinem zweiten Vorschlag entsprechend die zweite Einfahrtweiche des Staatsbahnhofs gegen eine DKW ersetze, bekomme ich beim vorhandenen Platz keine sinnvolle Schutzgleislänge mehr unter. Auch hierzu stellt sich noch eine Frage: Wäre beim Vorbild diese Lösung statthaft? Die DKW würde doch nur gegen "Falschfahrer" (wie heißt das eigentlich bei der DB?) von einem der beiden Gleise schützen?
irgendwie sind die Pläne echt verwunderlich, vielleicht hab ich ja was falsch gemacht.
Ich benutze zur Planung Anyrail
und "mein" Plattenstück ist 220 * 65 und der Pfeil rechts markiert den 170 Abstand zur Kurve.
Welche Drehscheibe hast du verplant? Vielleicht wäre ja die kleine Fleischmann eine gute Wahl (schafftin Deinem Fall locker 10 cm). Und ich bekomme fast alle meine Locks drauf (außer lange Dampfloks mit Tender).
Ich habe nur Tillig und Rocoline Gleise verbaut.
Das mit dem Schutzgleis stimmt, die Länge wäre kaum nennenswert von daher lieber bei der ersten Planung bleiben.
Alles in allem finde ich Deine Planungen echt super. Meine eigene Anlage wird wohl nicht so schön werden, da ich mir selbst ein Modul-System vorgeschrieben habe und daher immer parallel zu den Kanten fahren muss.
und was wäre wenn ihr die letzte Weiche vor der DS weglasst und mit beiden oder vielleicht sogar mehr, Gleisen direkt an die Scheibe geht??? und das vielleicht noch mal mit dem Plan von 21:54, denn der gefällt mir bisher am Besten
würde mich gerne mal für die vielen tipps revangieren und auch mal, was Produktives beitragen. Finde den Plan schon sehr ansehnlich. Hab mal versucht ein bißchen an Nutzlänge für die Bahnsteig rauszuholen.
Gleis1 ca 90 cm Gleis2 ca 90 cm geht aber auch 110 cm Gleis3 ca 160 cm Gleis4 ca 170 cm
alles mit Rocoline geplant Einfahrtsweiche im Bahnhof ist jetzt jeweils eine Roco BWI9. Bis auf eine R20 zwischen DKW Gleis2 und Gleis 3 habe ich nur Flexgleis F4 verwendet.
Güterschuppen hab ich verlegt und ein Freiladegleis neu geschaffen.
Evtl. könnte man noch eine Kopf- /Seitenrampe am der nördlichen Verlängerung von Gleis 2 bauen.
laut anyrail: Totale Gleislänge: 14.45 m
[ Editiert von camma007 am 08.06.12 18:15 ]
Nicht die schnellste, aber immer da wenn Arbeit ansteht und sich selbst für keinen Job zu Schade sein: Die BR211 / V100 der DB
ich möchte nicht oberlehrerhaft sein, aber etwas ist hier meiner Meinung nach nicht berücksichtigt worden:
Es handelt sich um den Endbahnhof einer Nebenbahn.
Keine wirtschaftlich denkende Bahngesellschaft würde hier eine Drehscheibe einbauen, die in Bau und Unterhaltung viel Geld kostet. Deshalb fahren auf Nebenbahnen Tenderloks, die nicht gedreht werden müssen.
Soll es aber ein Bahnhof sein nach dem Motto "modelrailroading is fun", dann bringt so eine Drehscheibe natürlich viel Spielspaß.
Aber: Das ist eine amerikanische Nebenbahn. Da Holz einen schlechteren Brennwert als Kohle hat musste davon mehr mitgeführt werden. Drum gabs auch auf den Nebenbahnen/Waldbahnen Schlepptenderloks und damit auch Drehscheiben (aus Holz)
Auf der anderen Seite waren die Entfernungen in den USA von jeher größer, so dass es auch bei Kohleloks Sinn gemacht hat einen größeren Vorrat mitzuführen um unterwegs nicht langwierig neu bekohlen zu müssen.
du hast schon recht, aber es gibt (oder besser gesagt: es gab ) tatsächlich auch in Deutschland einige wenige Nebenbahnendbahnhöfe mit Drehscheiben:
Beispiel Nebenbahnstrecke Grevesmühlen-Klütz:
15 Kilometer Nebenbahn und am Ende steht in Klütz eine Drehscheibe ( OK, sie gilt nur als Segmentdrehscheibe ), aber die war so aufgebaut, dass man diese mit ganz wenig Aufwand zur vollwertigen Drehscheibe erweitern konnte. Das Betonfundament dafür lag schon.
Könnte man ja mal im Modell auch mal bauen.
Das die Bahn in den USA fährt war mir bisher aber auch noch nicht klar. Hab ich wohl überlesen
[ Editiert von camma007 am 08.06.12 23:34 ]
Nicht die schnellste, aber immer da wenn Arbeit ansteht und sich selbst für keinen Job zu Schade sein: Die BR211 / V100 der DB
Norbert du brauchst doch nicht zu entschuldigen. Das kann doch immer passieren. Allerdings ist es auch keine US-Bahn in dem Sinne...Das heißt du hast eigentlich nichtmal unrecht.
Ich verfolge Alleghenys beachtliches Projekt jetzt schon etwas länger auch wenn ich zu US-Bahnen wenig beitragen kann. Er ist kein reiner US-Bahner sondern will dort einigermaßen plausibel auch europäische Fahrzeuge einsetzen. Die Idee finde ich faszinierend.
dein Projekt erinnert mich doch recht stark an das hier: topic.php?id=323579
Also selbst in Deutschland ist die Drehscheibe kein Problem (vor allem in Epoche I, da hätte man sicher die Drehscheibe gleichzeitig als Weiche genutzt).
oh, da ist während meiner Abwesenheit aber allerhand geschehen. Vielen Dank an alle für Eure Beiträge und insbesondere für die Mühe mit Skizzen / Gleisplänen.
@ Holger In meinen Gleisplänen ist die Fleischmann DS 6052 mit 38cm Außendurchmesser eingezeichnet. Ich habe sie mir mal bestellt, als ich meine MoBa aufbauen wollte. Dann kam ein Umzug dazwischen, und seitdem schlummert sie unausgepackt und unbenutzt in ihrer OVP. Das heißt aber nicht, dass ich sie nun auf Biegen und Brechen in den Endbahnhof einbauen muss - sie ist schon sehr groß. Es geht auch ohne DS.
@Marcel Die DS als Weichenersatz zu nehmen, wäre in der Tat eine platzsparende Möglichkeit. Dies habe ich auch schon einmal erwogen, allerdings in einer Variante als Spitzkehrbahnhof, für die m.E. aber der Platz nicht ausreichte: Click! Für die nun verfolgte Planung als Staatsbahnhof mit Gleisverbindung zu einer Privatbahn für Übergaben erscheint mir die Gleislänge eher ausreichend. Deinen Vorschlag, die DKW durch eine einfache Kreuzung zu ersetzen, verstehe ich nicht. Wie sollen dann Übergaben stattfinden?
@camma007 Vielen Dank für Deinen Gleisplan, der mir auch gut gefällt. Er wäre mit einer anderen DS mit kleinerem Durchmesser realisierbar. Wie stellst Du Dir denn die Übergabefahrten vor?
@Steffen Mein Betriebskonzept hast Du schon umrissen. Ich möchte es mal (OT) wie folgt präzisieren: Mir geht es weniger um die Nachbildung einer bestimmten Gegend, z.B. des Neckartals bei Eberbach oder des Bahnhofs Altenau im Harz, sondern ich möchte eine Bühne für deutsche Dampfzüge und für internationale Höhepunkte der Dampfloktechnik bauen. Sie sollen mit plausiblen Zügen fahren. Das bedeutet, dass zum Beispiel mal eine deutsche BR 05 mit einem Schnellzug die Hauptstrecke entlangspurtet, ein andermal sich eine amerikanische Norfolk & Western Y6 (2-8-8-2) mit ca. 40 vierachsigen Kohlewaggons die Steigung der Nebenstrecke hinaufquält und irgendwann eine französische Chapelon 231 E, 240 P oder die 242 A mit ihrem Schnellzug über die Hauptstrecke eilen kann.
Nochmals herzlichen Dank für Eure Diskussionsbeiträge. Ich nehme davon mit, dass meine Fleischmann DS für dieses Projekt zu groß ist. Sie muss entweder durch eine kleinere ersetzt werden oder ganz entfallen.
In der nächsten Runde sollte das Augenmerk nun hauptsächlich auf der Optimierung der Übergabemöglichkeiten zwischen Staats- und Privatbahn liegen. Wie beurteilt Ihr die Fahrmöglichkeiten auf den Gütergleisen der Privatbahn? Geht das ohne Umfahrung (aber wo könnte sie untergebracht werden?)?
Falls Ihr dazu Gleispläne anfertigt, achtet bitte auf den Mindestradius, der 60 cm beträgt, und auf die Anbindungen an die Gleiswendel. Von daher gibt es praktisch keine Flexibilität für die Positionen der Tunnelportale und den Austrittswinkel der Bahnhofsanbindungen aus den Tunnels. Als Hilfestellung hierzu habe ich die Abbildung in #1 editiert und einige zusätzliche Maße eingetragen.
Hi, also ich finde die DS nicht zu groß und wenn du wie du schreibst, alles mögliche verkehren lassen möchtest, ist eine Nummer größer immer besser
deine Frage zum Güterverkehr verstehe ich nicht, wie meinst du das mit der "ohne Umfahrung" ?
also einmal muß ja die Lok an anderes ende des Zug setzten, aber dazu reicht ja auch die DS, die Wagengruppen/einzel-Wagen werden dann halt in Richtung Tunnel ausgezogen und zurück an die jeweiligen Be.-Ent.-Ladestellen gedrückt, fertsch
ich hab noch ein bißchen am Güterbereich getüftelt und den Lokschuppen mal an die Bahnhofseinfahrt verlegt.
Bringt ein bißchen mehr Rangierspaß mit sich. Güterzug mit 2 Wagen kommend von Gleis 1 fährt über die DKW nach links. Wagen abkuppeln. Umfahren über das obere Gleis und zum Gleis 1 zurücksetzen. Dann entweder direkt über die DKW an den Güterzug und über Gleis 2, den Bahnhof wieder verlassen. Oder viel eleganter erst zur DS fahren, Lok wenden, über Gleis 3 zum Kohle und Wasser holen, und dann über Gleis 2 an den Güterzug zurück. Wagen holen und über Gleis 2 den Bahnhof verlassen. In der Zwischenzeit ist auch der Personenzug auf Gleis 4 bereits eingefahren.
Geht natürlich auch anders herum und dann über Gleis 1 den Bahnhof verlassen.
Nicht die schnellste, aber immer da wenn Arbeit ansteht und sich selbst für keinen Job zu Schade sein: Die BR211 / V100 der DB
@Marcel Zu Deiner Frage der Umfahrung folgendes: Wenn die Privatbahn mit der Lok voran in eines der beiden Gütergleise fährt, steht die Lok vor dem Prellbock und kommt nicht mehr weg. Sie kann ihren Zug nicht umfahren, um an sein anderes Ende zu gelangen oder wieder an ihren Herkunftsort zurück zu fahren.
@camma007 Danke für Deinen neuen Entwurf. Mit ihm muss ich mich noch etwas länger beschäftigen und melde mich heute abend mal. Hast Du auf Mindestradius (60 cm) und die Anbindung an die Gleiswendel geachtet (siehe #16, letzter Absatz)?
da ich nur Flexgleise verwendet habe, dürfte die Anbindung an die Wendel eigentlich kein Problem sein. Die Radien hab ich nicht genau ausgemessen, müßten aber sehr üppig ausfallen. Ich vermute mal, dass im Schnitt 700mm bis 800mm Radien beim nachmessen heraus kommen. Sehe aber im Moment noch keine Möglichkeit Gleis 2b für mehr als 2-3 Güterwagen zu verlängern. Da herscht noch Nachholbedarf.
Nicht die schnellste, aber immer da wenn Arbeit ansteht und sich selbst für keinen Job zu Schade sein: Die BR211 / V100 der DB