Ich zitiere einen Leserbrief aus der Zeitschrift "Modelleisenbahner", aus dem aktuellen Dezemberheft:
Unter Niveau Betrifft: "Die grüne Revolution"
Endlich ist es bekannt, und ich spreche es nun offen aus: Die Berichterstattung muss sofort enden. Ich frage mich ernsthaft, wie die von mir seit Jahren gerne gelesene Zeitschrift zu so einer Serie finden konnte. Das, was hier gezeigt wurde, hat (abgesehen von den schönen Bildern in Folge 11) nichts mit Modellbäumen zu tun. Glauben Sie mir, als Mitglied des FREMO weiß ich, was Modellbäume sind. Schluss mit Artemanos! Das Niveau entspricht nicht dem eines MODELLEISENBAHNER.
Dipl.-Ing. André Göbel
Da habe ich ja erstmal schallend gelacht! Endlich sagt mal jemand etwas.
Für diejenigen, die die Zeitschrift nicht kennen, sie ist so etwas wie die Miba des Ostens, mittlerweile in der gleichen Verlagsgruppe. Daher decken sich die Themen häufig. Ich kaufe sie trotzdem meistens beide.
Bei dieser Baumserie geht es seit einigen Ausgaben um den Selbstbau von Bäumen. Was aber gezeigt wurde, fand ich (und der Schreiber offenbar auch) eher erbärmlich. Ich dachte noch bei jeder neuen Ausgabe (insgesamt 10): OK, die Grundlagen hätten wir, wann geht's ans Eingemachte? Kam aber nix. Jedenfalls überhaupt nicht mit dem zu vergleichen, was bei unserem 3. Dioramenwettbewerb herausgekommen ist!
VG
Dominik
___________________________________________ Jeder bekommt die Signatur, die er verdient.
Ich stimme da voll zu ich ahbe bei diesen Berichten nicht eine Zeile gelesen, da mir schon die Bilder der Bäume nicht gefallen haben... somit war die Serie in meinen Augen nur Seiten verschwändung!
hallo, bitte etwas mehr Toleranz! Auch wenn das Resultat nicht gefällt, so ist doch als Nebeneffekt die Anregung, mit offenerenn Augen mal durch die Natur zu gehen, zu begrüssen. Meine Toleranz hört auf, wenn für einen Baum als Modell mehr als für einen Pflanzbaum- Schössling bezahlt werden soll.
Die Anregung in der Natur die Augen offen zu halten, lohnt immer. Warum da nicht experimentieren? Ich nehme z. B für Berge Baumrinde, denn die Sauerei mit Gips und dann noch schwer---nee , nicht meine Sache! Das heißt nicht, dass ich die Resultate von anderen nicht toll finde. Gruß Hilinfo
mfg Hilinfo
Die Bahn hat schon Ihre Existenzberechtigung! Woher nehmen sonst Roco, Fleischmann, Trix, Mehano etc. ihre Vorbilder her ?
Das ist ein interessanter Hinweis - nur habe ich leider keinen Schimmer, wo ich das in Deutschland bekommen würde? Am Bahnhof bei "Stielke aktuell" vielleicht?
ZitatGepostet von Hilinfo hallo, bitte etwas mehr Toleranz! Auch wenn das Resultat nicht gefällt, so ist doch als Nebeneffekt die Anregung, mit offenerenn Augen mal durch die Natur zu gehen, zu begrüssen. Meine Toleranz hört auf, wenn für einen Baum als Modell mehr als für einen Pflanzbaum- Schössling bezahlt werden soll.
Sorry, das kann doch wohl nicht wirklich dein Ernst sein, oder? Die verdienen Geld mit der Zeitschrift, dann kann der Kunde auch eine gewisse Qualität anmahnen. Schließlich bezahlt er die auf diesem Wege gefüllten Seiten mit. Allein die Tatsache, dass da mit fragwürdiger Qualität 10 Ausgaben gefüllt wurden, ist eine Frechheit. Toleranz bis zum Hirntumor ist da wirklich nicht mehr angezeigt.
Ich fand den Artikel auch ein wenig arg in die Länge gezogen. Aber was mich in letzter Zeit viel mehr stört, ist die schlechte Druckqualität, was sich besonders bei den Bildern bemerkbar macht.(Konkurrenz im eigenen Haus? Absicht?)
Diese Serie war das seit langem unnötigste, zumal in der Länge, was die Modellnahnpresse "verbrochen" hat. In anderen publikationen wurden schon zigmal berichte über den Selbstbau von Bäumen gebracht. Allemal bessere als diser langatmige Erguss.
Das die Beobachtung der Natur und des ganzen Umfeldes der Eisenbahn angeraten ist um eine gute Modellbahn zu bauen ist zwar richtig, aber dafür 10 Folgen?
Hallo, ich habe das Lesen der MEB schon vor einiger Zeit eingestellt, weil die Beiträge vom Niveau her weit unter denen liegen in der MIBA. Zwar muss nicht jeder Beitrag den Anspruch der Vollprofessionalität erfüllen, aber wenn man eine Zeitschrift für Einsteiger sein wollte, muss man das auch entsprechend darstellen. Das scheint aber bei MEB nicht zu sein. Ich erinnere mich noch an die elendlangen Ausführungen von MEB tron oder so ähnlich, wo's drum ging, die Digitalbausteine von neuem zu erfinden. Also ehrlich, wer außer absoluten Elektronik-Freaks bastelt sich seine gesamten Digitalbausteine selbst? Meist schauderlich sind auch die Leser-Tipps.
ZitatGepostet von ingura Das ist ein interessanter Hinweis - nur habe ich leider keinen Schimmer, wo ich das in Deutschland bekommen würde? Am Bahnhof bei "Stielke aktuell" vielleicht?
Gib' doch bitte mal einen Tip...
Den Model Railroader gibt es in der Tat in Bahnhofsbuchhandlungen und in Ami-Modellbahnläden wie dem Modellbahn-Atelier in Berlin (Link zur Homepage). Auch über Ebay sind die Hefte -- auch aktuelle -- immer wieder mal zu bekommen.
Neben den Monatsheften gibt es auch immer wieder Sonderausgaben, die sich mit bestimmten Themen ausführlich beschäftigen und die auch überwiegend in höchstem Maße empfehlenswert sind.
Als .pdf findet man sie auch im Netz zum kostenneutralen Download. Da kann man wenigstens mal reingucken, bevor man in die Stadt fährt. Ich poste hier jetzt bewußt keine Adresse. Und das echte Heft in den Händen zu halten ist auch sicher viel schöner!
VG
D.
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die Modelrailroader, würden auch die begeistern, da bin ich mir sicher, ich habe ein ABO aus den USA das kommt jeweils am 15 des Monats hier an und kostet nen Appel und nen Ei, alleine die Fotos und Bastelvorschláge da kann die MIBA sich einen abgucken, die ich auch im ABO habe.
wenn ich mir diesen Thread hier durchlese, finde ich viele Punkte, an denen ich auch war: am Anfang hatte ich nur den MEB im ABO, dann kam die MIBA. Mit der Zeit wurden die Artikel, die mich persönlich angesprochen haben immer weniger. Da die Zeitungen ihren Adressatenkreis meines Erachtens nicht ändern werden, musste also eine neue Zeitung her - in diesem Fall das bunte HP1 von Willy Kosak.
Ich denke, das ist der Lauf der Dinge. Im normalen Leben steigt man ja auch nicht (man verzeihe mir dieses plakative Beispiel) im Profi- oder Fortgeschrittenenkurs ein wenn man keine Vorkenntnisse hat: Die Computerbild hat eine andere Zielgruppe als die C't. Dementsprechend wird die Erwartung, dass Modellbahnzeitschriften ihre Zielgruppe ändern, wohl in den meisten Fällen enttäuscht werden - Eigeninitiative im Sinne von anderen ABO's wird wohl befriedigender sein.
Die HP1 ist sicher sehr schön, aber mit 20 € deutlich zu teuer. Ich habe jetzt mal in ein paar Ausgaben des Model Railroader geschaut. Hat mich doch sehr beeindruckt, was es jenseits des großen Teiches so alles gibt:
Durch die Räder gesteuerte Dampfstöße bei H0-Loks. Warum macht z.B. Piko nicht so etwas? Dann wären sie ratzfatz Marktführer. Oder Digitalzentralen mit viel mehr Funktionen. Sounddecoder für 70 US-$.
Gut, die Modelle reizen mich persönlich nicht so sehr, obwohl sie ohne Frage imposant sind. Aber Modellbautips gibt es ohne Ende, und die Gleispläne sind interessant. Bei den Amis ist halt alles etwas größer, und sie scheinen auf Zungenanlagen zu stehen.
OK, man muß etwas Englisch verstehen und ein Wörterbuch benutzen können.
VG
D.
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ich habe vor langer Zeit das Kaufen, Lesen und Sammeln von Zeitschriften beendet, da mir irgendwann die Erkenntnis kam, dass sich fast alles wiederholt: Diese sogenannten "Tipps und Tricks" waren alle schon mal da und sind zu Hauf auch im Internet zu finden! Die Moba-Neuigkeiten finde ich auch auf den Seiten der Hersteller oder in den Foren. Einzig die Testberichte zu den Lokomotiven wären vielleicht interessant, wenn die Technik noch so antiquarisch wie vor 20 Jahren wäre. (Gut, bei dem einen oder anderem Hersteller ist das noch heute der Fall...) Die Nachrichten zur großen Bahn findet man wesentlich ausführlicher auf den entsprechenden Fachseiten im Internet.
Und nun soll ich für eine Zeitschrift noch zehn bis fünfzehn Euro ausgeben und trotzdem ist alles voll mit Werbung. Ein Frechheit wie ich finde!
Wer aber dennoch die Zeitschriften lesen möchte: Bei eBay gibt es komplette Jahrgänge für wenige Euro!
Das HP1 ist natürlich ein Extrem wenn man die Kosten sieht, auf der anderen Seite aber auch was den Modellbau betrifft.
Ob diese Zeitung das Geld lohnt muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir ging es lediglich darum zu zeigen, dass man sich im Laufe seines Modellbauerleben natürlich weiterentwickelt und damit aus manchen Zeitungen "herauswächst" - ohne dass man diese Zeitungen damit auf einmal verdammen muss, weil sie vermeintlich nur noch uninteressantes Abdrucken.
ZitatGepostet von phoenix76 Das HP1 ist natürlich ein Extrem wenn man die Kosten sieht, auf der anderen Seite aber auch was den Modellbau betrifft.
Ob diese Zeitung das Geld lohnt muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir ging es lediglich darum zu zeigen, dass man sich im Laufe seines Modellbauerleben natürlich weiterentwickelt und damit aus manchen Zeitungen "herauswächst" - ohne dass man diese Zeitungen damit auf einmal verdammen muss, weil sie vermeintlich nur noch uninteressantes Abdrucken.
Viele Grüße: Christian
Das stimmt, man liest ja als Informationstechniker auch keine Computerbild.