Naja, der neoliberale Mainstream mit seinem übertriebenem Effizienzgedanken geht eben auch an der Schweiz nicht ganz vorbei. Dennoch - so mancher neidische Blick was den ÖPNV angeht habt ihr schon von diesseits der Grenze bekommen. Hier glauben ja immer noch alle das das Auto alles ist. Schau Dir doch nur unser "Mädchen" an wie sie die Autolobby gegen Abgaswerte aus Brüssel verteigigt.
Von dieser Bahnreform mal ganz ganz weit abgesehen. Die dient doch nur den Interessen der Wirtschaft, bzw. der Finanzwelt die sich daran gesundstoßen dürfen sollen. Der Fahrgast als solcher (besonders auf dem Land) hat eher nichts davon. Wer will da schon investieren?!
Ein weiteres Thema, das ich mit Interesse verfolge, ist die geplante Privatisierung der Bahn AG. Insbesondere die Entwicklung der Trennung von EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmung, also DB Fernverkehr, DB Regio, DB Güterverkehr - ich komme mit den laufenden Namensänderung dieser Sparte nicht ganz mit) und EIU (Eisenbahninfrastrukturunternehmung) oder deren Unteilbarkeit, von der Herr Mehdorn gerne spricht.
Gerade bei der Infrastruktur sind keine kurzfristigen Renditen möglich, sondern Investitionszeiträume von 30 bis 50 Jahre nötig - und welcher Investor denkt heute so weit? Da muss der Staat seine Interessen wahren und dieses Monopol (keiner wird ein paralleles Netz aufbauen wollen!) unter seiner Kontrolle behalten - der freie Markt, so er denn überhaupt nötig sein sollte, muss sich ausschliesslich auf die EVU beziehen.
Ja ein leidiges Thema. Aber noch nicht einmal der Staat hat in den vergangenen Jahrzehnten so weit vorausgedacht. Allerdings: Wenn man mal schaut in welch grandiosem Tempo in den letzten Jahren seit der DBAG die Strecken gerade im ländlichen Raum stillgelegt und Abgebaut worden sind, der kann sich nur mit Grausen abwenden. Und dann wird von den entsprechenden Herren geredet das man Invetitionen braucht um den Nahverkehr in der Fläche betreiben und ausbauen zu können ...
Also erst baut man zurück und dann braucht es zusätzliches Geld um das wieder aufzubauen? Will uns da jemand für dumm verkaufen?
Nach allem was man bis jetzt weiß hat sich die ganze Privatisierungswelle nur für diejenigen bezahlt gemacht die die ehemaligen Staatsunternehmen bekommen haben und ihre Profite damit machen. Der Kunde darf mit höheren Preisen, schlechterem Service leben. Und hinterher heißt es dann von den verantwortlichen Politikern nur das man eben den Gürtel enger schnallen müßte, oder das die Kräfte des Marktes alles von allein regeln würden und man leider leider gar nichts machen könne.
Aber lassen wir das bevor ich mich noch wirklich aufrege! Hat ja auch nüscht mit Modelleisenbahn zu tun ...
mein Programm kann das auch nicht! Ich habe den Plan erstellt und dann in Flash "geschmückt" bzw. nur den Anfang. Den perfekteren Plan hab ich leider nicht gemacht.
Eigentlich kann man dafür fast alle Mal und Zeichenprogramme verwenden...
so Leute mal wieder etwas zum Thema... :-) Den Endbahnhof werde ich so lassen wie er ist.
Nun plane ich den schwierigeren Teil der Anlage, den Hauptbahnhof.
Hier mal ein erster Entwurf.
Ich möchte eine Zweigleisige Hauptstrecke und eine Nebenstrecke bedienen können. Ein kleines BW mit einer Drehscheibe soll auch vorhanden sein. Der Endbahnhof kommt um 90° gedreht in die rechte Ecke. Die Rechte Seite vom BH bekommt eine Kehrschleife, die linke eine Schliefe mit einem Schattenbahnhof...
So nun bin ich auf eure Meinung und Kritik gespannt...
so viel Spaß mir Dein Endbahnhof letztlich gemacht hat, so wenig gefällt mir Dein Durchgangsbahnhof. Nun bin ich nicht so der Wahnsinns-Experte was Abzweigbahnhöfe angeht. Aber mich wundert doch immer wieder das überall unbedingt eine Drehscheibe mit Bw drauf sein muß.
Irgendiwe kann ich das zwar verstehen, aber es sieht einfach blöde aus, wenn in einem kleinen Durchgangsbahnhof der normalerweise nie und nimmer von irgendwelchen Schnellzügen oder anderen wichtigen Zügen angefahren wird (wo gehalten wird meine ich) ein solches Bw eingebaut wird. Meist macht das die ganze Anlage kaputt, weil es soviel Platz braucht. Ein einfacher zweiständiger Lokschuppen reicht absolut aus. Wenn eine Drehscheibe unbedingt sein muß, dann eine kleine und ohne angebundenen Lokschuppen. Gibt es auch im Angebot. Ich würde drauf verzichten.
Stattdessen fehlen auf Deinem Entwurf die Gütergleise und Rangiergleise für den Nebenbahnabzweig. Es müßen doch Nahgüterzüge gebildet werden, Personenzüge vorübergehend abgestellt werden. Ich glaube Du solltest da nacharbeiten. Auch scheinen mir die Gütergleise für die Güterwagen für den bahnhof selber (Ladestr., Güterschuppen, Rampe) zu fehlen oder viel viel zu unterdimensioniert zu sein. Es wirkt auf mich langweilig und nicht stimmig, leider. Auch die Kreuzungen auf der linken Seite sind mir zu symetrisch. Kann das nicht etwas interessanter gestaltet werden? Und wenn es geht verlege die Gleise in einem sanft geschwungenen großen Bogen und nicht so parallel zum Anlagenrand.
Leider weiß ich momentan keinen guten Link wo man solche Abzweigbahnhöfe vom Vorbild her mal in Bild und Gleisplan sehen könnte. Vielleicht fällt mir oder anderen da ja was nettes noch ein ...
Und wehe Dir, Du veränderst unseren Endbahnhof, das wäre ja wohl noch schöner!
irgendwie habe ich das schon geahnt. Muss auch ehrlich zugeben, dass ich mir nicht sonderlich viel Mühe gegeben habe. Der Endbahnhof war da erheblich leichter, weil es da sehr viele gute Vorlagen im Netz gibt und man sich da ne Menge absehen kann.
Bei der Planung des Hauptbahnhofes habe ich nicht so viel Material gefunden, leider. Ich habe auch schon meine ganzen Modellbahnbücher gewälzt, aber ohne Erfolg.
Nun ja aber einige erste Kritikpunkte habe ich ja schon, und vielleicht gibt es hier noch ein Planungsgenie was mir etwas auf die Sprünge helfen kann. Dazu habe ich mal im ersten Beitrag die allgemeinen Fragen beantwortet.
Nun etwas ins Detail: Besonders die Dampflocks haben es mir angetan, deswegen der ausschließliche Dampflockbetreib auf der Anlage. Da ich auch sehr große Locks fahren möchte (01, 03 ...) wolle ich eine Hauptstrecke (zweigleisig) mit einer Nebenstrecke kombinieren. Ich denke das ist ein guter Kompromiss und sollte jede Menge Spielspaß bringen.
Drehscheibe? Ja da hast du voll und ganz Recht. Die Drehscheibe hat nur so was faszinierendes an sich, und man kann seine Dampflocks schön präsentieren, aber ich werde über deine Anmerkung nachdenken.
Ich werde wohl zuerst über das grundsätzlich Konzept noch einmal nachdenken müssen, und dann einen erneuten Entwurf versuchen. Aber eine 01 muss im Entwurf vorkommen. Und damit das realistisch aussieht sollten schon 5 oder besser 6 Wagen angehängt sein... phu das wird nicht einfach.
Na ja vielleicht entdecke ich noch was im Netz oder ein Planungsgenie hilf mir etwas auf die Sprünge.
Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag. Martin
Vielleicht wäre es auch gut drüber nachzudenken eine eingleisige Hauptstrecke nachzubilden. Solche gabs auch in Epoche 3 und dort fuhren auch große Lokomotiven - damals gab es sogenannte Heckeneilzüge die die ländlichen Strecken zwischen den Städten befuhren. So kann man durchaus eine 01 oder 03 oder eine 38, 39 usw. einsetzen.
Vorteil wäre das man erstens den Betrieb interessanter machen kann, weil nun auch auf der Hauptstrecke Züge kreuzen müssen was natürlich im Bahnhof passiert.
Dazu gabs doch vor kurzem ein MIBA Sonderheft meine ich. Die Bahnanlagen sind besser im Modell nachzubilden, eine eingleisige Strecke ist nun mal besser unterzubringen wenn man nicht soviel Platz hat.
Und es gibt dann auch mehr Vorbilder die man sich für den eigenen Bahnhof zunutze machen kann. Und das ohne das der Betrieb langweiliger wird, eher im Gegenteil.
Da wäre doch die Möglichkeit, die beiden Bahnhöfe von Falls und Gefrees nachzubauen - eine ausführliche Anlagenidee gibt es in der MIBA extra Anlagen-Vorbilder für Kenner und Geniesser.
vor allem gibt es dazu auch was auf meiner Webseite !!!!!!!!
Allerdings scheint mir für Martin das nicht so zu passen, weil er eher andere Loks bevorzugt und Gefrees und Falls doch sehr oberfränkisch/bayrisch sind. Gerade auch von den Gleisplänen her. Alleine der Bf. Falls (so klein er eigentlich auch ist) ist auch im Modell doch recht lang, weil die Bahnanlagen hintereinander gebaut wurden. Ich denke mal das passt nicht o gut ...
Ich denke er wäre im bergischen Land besser bedient, vielleicht mal einen Blick auf die Webseite VOBA Medien werden, da gibt es viele viele Bilder, Gleispläne und Infos zu den Bahnen rund um Wuppertal!
Wenn man unbedingt ne Drehscheibe braucht könnte man eventuell ohne den Ringlokschuppen bauen. So war es z.B: in Lauda. Der eigentliche Schuppen war Rechteckig und die Drehscheibe weit draußen in der Einfahrt beim Stellwerk.
Wahrscheinlich frägt dann der nächste der die Anlage sieht aber warum die scheibe da so unmotiviert alleine rumliegt.
Na gut, aber wozu im Grunde eine Drehscheibe? Ein Bahnhof braucht die nur wenn hier auch planmäßig Schlepptenderlok ankommen die gewendet werden müßen. Dazu muß der Bahnhof eine gewisse glaubhafte Größe besitzen. Die Nebenbahn wird von Tenderlok befahren, sinnvollerweise von Lok die auch gewisse Steigungen bewältigen können. Also 935 zB. oder 945 und ähnlichen. Die aber brauchen, ja dürfen nicht gewendet werden, weil die Lok mit dem Schornstein voran die Steigung bewältigen muß, weil sonst die Feuerbüchse ausglühen kann wenn dort kein Wasser diese umspült (auf der Steigung). So ist der Nebenbahnendbahnhof von Martin angelegt, der Lokschuppen steht genau richtig!
Ich würde drauf verzichten, und dafür lieber mehr Gütergleise vorsehen. Das erhöht den Spielspaß der Anlage wesentlich mehr als ein überflüssiges Bw mit Drehscheibe. Wenn man dann nach erfolgter Planung noch Platz übrig hat, kann man immer noch prüfen ob sich nicht eine kleine Drehscheibe einbauen lässt, auf der zB. eine P8 oder eine 23er gerade noch Platz findet. Aber nicht erst eine Drehscheibe und darum herum den Bahnhof planen ...
Nicht zum sklavischen Nachbau, sondern um mal zu sehen wie ein kleiner Bahnhof mit abzweigender Bergstrecke beim Vorbild so ausah. Hat sogar eine zweigleisige Hauptstrecke, aber keine Drehscheibe, dafür kleine Gleisanlagen (Rheinufer, beschränkter Platz) und einen zweiständigen Lokschuppen für die Nebenbahn nach Simmern.
Einen Gleisplan gabs mal in der MIBA in einem Sonderheft mit Gleisplänen, vielleicht kann Dir das jemand scannen wenn Du es selber nicht hast. Weiß auch nicht ob noch zu kaufen und welches Heft genau das war ...
Das hast du auch wieder Recht, besonders dann, wenn an den linken Gleisstummel noch der Endbahnhof drankommt. Dann dürfte für die BW-Arbeiter der nächstgelegen Bahnhof wohl der Endbahnhof sein. Von daher lieber den Abzweigbahnhof einschränken und evtl. sich irgendwelchen optischen Trennungen überlegen.
Ich überleg mir grade ob Goldshöfe oder Schwäbisch-Hall Hessental nicht auch Anregungen liefern könnten. Hessental ist ein relativ kleiner Abzweigbahnhof ohne BW und Goldshöfe ein Keilbahnhof ohne BW. Nichtsdestotrotz fahren und fuhren in beiden sehr wichtige Züge. Goldshöfe hätte noch den Vorteil, dass aus einer zweigleisigen Strecke zwei eingleisige werden
So nun habe ich Boppard doch noch gefunden, nur eine kleine Skizze von mir, aber zusammen mit den Bildern auf den Webseiten die ich gelinkt habe, dürfte das einen guten Eindruch geben.
ich habe da gleich noch einmal eine Fachfrage. Wie ich gelernt habe, steht mein Lockschuppen im Endbahnhof genau richtig, sodass die Loks rückwärts abgestellt werden können.
Wenn ich mir nun den Gleisplan von Boppard ansehe, dann steht meiner Meinung nach der Lokschuppen genau falsch herum!? Die eingleisige Nebenstrecke geht sofort nach dem Bahnhof bergauf, also müssen die Dampfloks mit der Esse zuerst fahren. D. h. dann aber auch vorwärts in den Lokschuppen...!
Im allgemeinen stehen Loks (wieso schreibst Du eigentlich immer Lock??) mit dem Schornstein in richtung Lokschuppenausfahrt. Aber das ist eben nicht immer so. Aus baulichen Gründen kann das auch anders sein. So war das offensichtlich auch in Boppard der Fall. Dann hat man die Rauchabzüge am Lokschuppen eben entsprechend versetzt. Vielleicht hatte man anders keinen Platz für den Schuppen. Den genauen hergang kenn ich nun auch nicht.
In Rundlokschuppen konnten die Lok auch so oder so abgestellt werden. Das war auf Nebenbahnen und bei Rechteckschuppen auch manchmal der Fall. Im Flachland war es ja auch eher egal wie herum die Lok liefen. Es sieht jedenfalls, finde ich schöner aus, wenn die Lok mit dem Kamin zum Tor steht, als andersherum ... Keine "Regel" ohne Ausnahme (wenn es überhaupt eine solche war).
IN Gefrees war das auch zB. nicht so klar, da wußte man anfangs nicht ob die Lok besser soherum oder andersherum fahren sollten. Das ergab sich dann erst im Betrieb. Steht auch irgendwo auf meiner Seite beschrieben ...
@martin: du solltest dir unbedingt das eisenbahn journal heft "großer traum auf kleinem raum" zulegen. bin auch gerade dabei mir eine hauptbahn mit nebenbahn abzweig zu bauen und das heft ist erste sahne und dient gut der inspiration! auch der geländebau und rahmenbau wird ausführlichst beschrieben...
ja ja das ist meine kleine Lese-Rechtschreibschwäche. Wie ich da mein Diplom bekommen haben... das frag ich mich auch öfter...
Mein Browser hat sogar eine Rechtschreibprüfung... aber der kennt auch Lok mit ck - also Lock. Und so mache ich mir halt keine Gedanken... kommt nicht wieder vor.
@saxxe: War gerade in 2 Modellbaushops hier in der Gegend, aber habe das Heft nicht gefunden.