ich hab hier keinen passenden Beitrag gefunden, daher meine Frage:
Kann ich ohne größere Probleme Märklin-Loks von Wechsel- auf Gleichstrom umrüsten?
Grüße aus dem Sauerland, Holger -------------------------------------------------------------------- GS digital, Epoche III-IV Ein Schmetterling ist kein Flugzeug
Dazu braucht's isolierte Achsen, und eine Stromabnahme für eine Seite muss den Schleifer ersetzen. Sofern es das Modell auch in einer Gleichstromausführung gibt/gab, mag die Verwendung entsprechender Ersatzteile noch sinnvoll sein. Ansonsten empfieht sich aus wirtschaftlichen Gründen, die Wechselstrom-Ausführung zu verjuppen und eine entsprechende Gleichstromausführung zu organisieren.
ich stehe jetzt davor, von Märklin auf Gleichstrom zu wechseln, dabei möchte ich natürlich so viel wie möglich vom alten Material behalten. Darunter auch meine beiden Loks. Deswegen würde mich das auch mal interessieren. Ich habe auch gehört, dass das von Lok zu Lok unterschiedlich ist, wie leicht man es umbauen kann. Meine etwas ältere Delta-Dampflok sei schwierig, hat man mir gesagt, bei meiner etwas neueren Hobby-185 sei es leichter, weil sie schon Gleichstrom-Radsätze hätte etc.
>>Kann ich ohne größere Probleme Märklin-Loks von Wechsel- auf Gleichstrom umrüsten?<<
Nein, die Probleme fangen da an, wo man spezielles Werkzeug braucht.
Und das ist bei den Rädern der Fall, alles andere ist einfach. Räder müssen in jedem Fall ausgewechselt oder abgedreht und isoliert werden.
Geht bitte auf keinen Fall hin, und "hebelt" die Räder mit einem Schraubendreher ab. Das geht zwar, aber solche Räder bekommt man nie wieder gerade auf die Achse. Was nur dann nicht nötig ist, wenn man danach neue Räder verwendet.
Räder müssen bei Märklin (und auch bei einigen anderen Herstellern) grundsätzlich mit einer Parallel-Vorrichtung aufgezogen werden, sonst eiern die später.
Als Parallel-Vorrichtung kann man z.B. eine Drehbank verwenden.
Eine Dampf-Lok würde selbst ich nicht umbauen. Erstens ist das mit der Räderisolation in Verbindung mit dem Gestänge meist unmöglich, zweitens gibt es eigentlich keine Märklin-Dampflok, die es nicht auch von einem Gleichstrom-Hersteller gibt oder von Märklin ab Haus in Gleichstromausführung.
ZitatGepostet von märklinist jan Darunter auch meine beiden Loks.
Welche sind das denn?
ZitatIch habe auch gehört, dass das von Lok zu Lok unterschiedlich ist, wie leicht man es umbauen kann. Meine etwas ältere Delta-Dampflok sei schwierig, hat man mir gesagt, bei meiner etwas neueren Hobby-185 sei es leichter, weil sie schon Gleichstrom-Radsätze hätte etc.[/b]
Das ist absolut korrekt (nicht korrekt ist die Aussage dass es grundsätzlich schwierig sei bzw. Spezialwerkzeug benötigt würde). Wie schon weiter oben erwähnt kommt es IMMER auf den Loktyp bzw. dessen Konstruktion an.
Bei neueren Fahrzeugen bzw. deren Konstruktionen werden die Achsen inzwischen überwiegend nicht mehr eingepresst sondern in eine Lagerschale eingesetzt und dann mit einem geschraubten oder geklipsten "Deckel" fixiert; d.h. der evtl. Austausch der Achsen ist sehr einfach machbar.
Bei der hier genannten BR185 (generell ALLEN TRAXX, Hercules und V80 Modellen) sind die Achsen bereits isoliert, denn genaugenommen handelt es sich dabei um Kunststoffwellen.
Ggf., d.h. abhängig vom Gleismaterial sind wegen der unterschiedlichen Spurkranzhöhen trotzdem die Radsätze zu tauschen.
Ausser dem Wechsel des Mittelleiter-Schleifers gegen einen Radschleifer und entsprechendes Umlöten des Anschlusses sind bei Fahrzeugen mit eingebautem Decoder ggf. weitere Verdrahtungsarbeiten erforderlich. Am Einfachsten dürfte es in den meisten Fällen sein eine passende NEM- oder mtc-Schnittstellenplatine einzubauen; die Auswahl ist hier recht gross.
Zitat von heluGepostet von helu Welche sind das denn?
Habe ich das nicht im selben Thread geschrieben? Meine beiden Loks sind die BR 185 (Märklin-Hobby-Lok) und die BR 81 (DELTA, aus der Startpackung 29185).
Zitat von heluGepostet von helu Bei der hier genannten BR185 [...] sind die Achsen bereits isoliert,...
Zitat von heluGepostet von helu Ggf., d.h. abhängig vom Gleismaterial sind wegen der unterschiedlichen Spurkranzhöhen trotzdem die Radsätze zu tauschen.
Wollte ich auch machen.
Zitat von heluGepostet von helu ...sind bei Fahrzeugen mit eingebautem Decoder ggf. weitere Verdrahtungsarbeiten erforderlich. Am Einfachsten dürfte es in den meisten Fällen sein eine passende NEM- oder mtc-Schnittstellenplatine einzubauen; ...
Ich bin da ja absoluter Laie. Deswegen habe ich überlegt, den Umbau machen zu lassen und nicht selber zu machen.
Ich glaube wenn du den Umbau nicht selber machen kannst, dann solltest du es lieber machen lassen. Oder du versuchst die Modelle schon als umgebaute Modelle von Trix/Hamo zu bekommen. Die BR81 wird auch nicht so selten in Hamo angeboten. Habe selber welche davon und auch schon häufig welche bei eBay gesehen. Liegen je nach Zustand und alter um die 50 Euro. Allerdings solltest du darauf achten, das die Spule schon durch den Permanentmagenten ersetzt wurde, sonst wirst du die schlechen Anlaufeigenschaften recht schnell verfluchen. Die BR185 bekommst du ebendso recht preiswert. Ist auch eine Lokomotive die aus der Startpackung raus kommt. Der Beste Fall wäre es wenn du deine Lokomotiven versuchst als Gleichstrommodelle direkt umgebaut zu erwerben und dann deine Modelle verkauft.
ZitatGepostet von märklinist jan Habe ich das nicht im selben Thread geschrieben? Meine beiden Loks sind die BR 185 (Märklin-Hobby-Lok) und die BR 81 (DELTA, aus der Startpackung 29185).
Nö. Du erwähntest nur "eine ältere Delta Dampflok".
Zitat(Achsentauschen) Wollte ich auch machen.
Die BR185 ist kein Problem. Eine BR81 dagegen gab es von Märklin bzw. HAMO m.W. bislang noch nie in einer Zweileiterversion.
ZitatDeswegen habe ich überlegt, den Umbau machen zu lassen und nicht selber zu machen.[/b]
Gute Überlegung! Das ist nämlich genau solch ein "heikler" Spezialfall wie von Gustav genannt. Dem möglichen Umbauer darf man schon "viel Vergnügen" wünschen.
Die 185 habe ich als Re482 und die läuft problemlos auf DC-Gleisen. Einfach die beiden Pole trennen, ne Streifenraster-Platine anpassen, Motor anlöten, Kabel anlöten, Decoder dazu passend einlöten, zuschrauben und freuen.
Wir sind Eisenbahner, eine große Familie! Es ist egal, welche Farbe die Fahrzeuge haben solang wir auch alle zusammenhalten!
ZitatIch bin da ja absoluter Laie. Deswegen habe ich überlegt, den Umbau machen zu lassen und nicht selber zu machen.
Hallo allerseits. Ja,das mit dem Laie scheint zu stimmen.
Hast DU mal überlegt, was es außer dem benötigtem Material noch an Arbeitszeit kostet, wenn DU es machen läßt????
Rechne mal einfach so: An der BR81 sitzt ein Techniker bestimmt rund 3 Stunden dran. Er nimmt pro Stunde ca 30,-€ , also schonmal 90,-€ Umbaulohn. Dazu dann noch ca 25,-€ Material (Hamomagnet,Iso-Buchsen,ggf 2 oder 3 neue Räder,weil die alten vermurkst sind,Schleifer zur Stromabnahme etc,etc)
Dann wirst Du das Modell ggf zu ihm per Post senden,und per Post zurück---also 2 mal 7,-€ Porto = 14,-€
Oder mit dem Auto fahren----dann halt 14,-€ Benzinkosten---kommt halt gleich raus.
Macht also zusammen ca 129,-€
Eine gebrauchte Fleischmann BR81 (Art.4082) kostet zB bei 1-2-3 ca 140,- Euro,beim Internett-Versender Neu ca 170,- Euro inkl. 2 Jahre Garantie.
Verkauf die Märklin in 1-2-3 für ca 25,- bis 30,- Euro und zieh die von der Flm-Lok mal ab. Dann kostet die Flm nur noch Neu ca 140,- Euro---also 11,- Euro mehr als der Umbau der Märklin-Metallkiste.
Ist Technisch und Optisch der Märklin Lok ca 40 Jahre vorraus. Unterschied wie Trabbi und Mercedes
Meinst du, da macht es Sinn, die olle Märklin wirklich umzubauen lassen?? Der Erfolg ist zudem völlig offen. Sie kann ggf einigermaßen gut laufen, wenn es Perfekt!! gemacht wird.
Sollte sich der Techniker aber als Niete rausstellen, dann haste halt Pech und die Euros in den Wind geschossen.
Auch bei der Hobby E-Lok machts keinerlei sinn. Die bekommste gut im Auktionshaus1-2-3 verkauft. Und das selbe Modell von Trix gibts auch preiswert---und hat einen Decoder ggf schon drin.
Wenns gut läuft,gehts plus-ninus Null aus. Dann bekommste das gleiche Geld für die Märklin,als wie Du für die Trix-Variante dann bezahlst.
Achja, für alle die vorhin aufgeschrien haben, bei dem Stundenlohn des Technikers für 30 Euro:
Schaut mal auf ne Rechnung beim Elektriker,Klempner,PC-Techniker,KFZ-Techniker etc. Da sind noch viel höhere Stundenlöhne im Spiel.
Schließlich arbeitet keiner für Umsonst----auch ihr nicht,oder???
Arggg.... ich hatte jetzt auch eigentlich nur noch die 185 im Sinn, also wollte nur noch die umbauen (lassen). Verkaufen und so ist ja eigentlich kein Problem, nur das Problem ist: ich wollte von Märklin auf 2L umsteigen, und da war bei meinen Eltern das Argument "die Loks kann ich ja behalten" sehr gut, weil meine Eltern nicht so richtig überzeugt waren, dass ich jetzt alles, was ich geschenkt bekommen habe, wieder verkaufe.
Aber es gibt eine technisch identische Gleichstrom-Variante von Trix und damit auch die erforderlichen Eratzteiel, so dass ein Umbau der 185 relativ problemlos und damit auch wirtschaftlich eine gute Idee ist.
ZitatGepostet von Guardian71 ... so dass ein Umbau der 185 ... und damit auch wirtschaftlich eine gute Idee ist.[/b]
Njet!
Oder was meinst Du mit "wirtschaftlich"? Liste doch einfach mal die nach Deiner Ansicht nach benötigten Teile und deren Preis sowie die geschätzen Kosten (incl. Zeit) für den Umbau auf.